Historische S-Bahn-Fahrt zur langen Nacht der Münchner Museen

In der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober fand in München bereits zum siebzehnten Mal die Lange Nacht der Museen statt. Anlässlich des Events – zum nächtlichen Rundgang durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik – lud die S-Bahn München zusammen mit der Interessengemeinschaft S-Bahn München e.V. (IGS) zu Sonderfahrten mit einem historischen Museumszug ein.


Eisenbahnkennern und -freunden wird die Nummer 420 001-0 etwas sagen. Denn sie steht für den allerersten Elektrotriebzug der Baureihe ET 420 aus dem Jahr 1969. Der heutige Museumszug wurde 2010 vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als historisches Zeitzeugnis für den ÖPNV in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt. Derzeit kommt der historische Triebzug nur noch vereinzelt für spezielle Sonderfahrten zum Einsatz. Zwei dieser Sonderfahrten fanden am 17. Oktober – erstmals anlässlich der Langen Nacht der Museen – in München statt.

Bereits gegen 18:30 Uhr fanden sich die ersten Interessierten am Gleis 11 des Münchner Ostbahnhofs ein. Kurze Zeit später hatte das Warten auf den 46 Jahre alten S-Bahn-Zug dann ein Ende: Mit klassischem Pfeifen fuhr die historische 420er gegen 19 Uhr in den Bahnhof ein. Jeder, der im Besitz eines Tickets für die Lange Nacht der Museen war, durfte an einer der beiden Sonderfahrten teilnehmen. Nach dem Einstieg der Fahrgäste, konnte die Fahrt pünktlich gegen 19:08 Uhr starten.

Die historische S-Bahn 420 001 steht am Münchner Ostbahnhof bereit zur Abfahrt
Die Mitglieder der Interessengemeinschaft S-Bahn München e.V. (IGS) begleiten die Sonderfahrt in historischen Uniformen

Während die erste Tour über den südlichen Ring durch Solln führte, folgte rund eine Stunde später die zweite Tour über den Güternordring durch Freimann und Milbertshofen. Im Anschluss an die beiden Sonderfahrten pendelte die 420er noch von 21 bis 1 Uhr stündlich zwischen den Bahnhöfen Ostbahnhof und Moosach.