Nach Unglück in Bad Aibling: Bergung der Unfallzüge hat begonnen

Nach dem schrecklichen Unglück am gestrigen Dienstag, bei dem zwei Merdian-Züge frontal zusammengestoßen sind, haben mittlerweile die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle begonnen. Spezialkräne der DB aus Leipzig und Fulda sind vor Ort im Einsatz.


Die Bergung der Regionalzüge in Bad Aibling kommt schrittweise voran. Die ineinander verkeilten Züge werden zertrennt und dann in Teilen an der Unfallstelle in Bad Aibling geborgen. Die Deutsche Bahn hat dazu über Nacht zwei Spezialkräne aus Fulda und Leipzig nach Oberbayern gefahren. Die Notfallkräne haben eine Tragkraft von 160 bzw. 60 Tonnen. Die geborgenen Teile sollen in den nächsten Stunden nach Kolbermoor und Bad Aibling transportiert werden.

Notfallkran der DB (Grafik: Frank Barteld / DB AG)

Bei der Bergung, die ganz wesentlich von den Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW) mit schwerem Spezialgerät vorangetrieben wird, ist außerdem ein Hilfszug der DB im Einsatz. Mit dem Hilfszug werden rollfähige Teile aufs Gleis gesetzt. Rund 20 Mitarbeiter der DB sind an der Unfallstelle im Einsatz, darunter der Notfallmanager und die Kranbesatzungen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, hat heute Bad Aibling besucht und einen Kranz an der Unfallstelle niedergelegt.

Zugunglück von Bad Aibling am 9. Februar 2016. Dr. Rüdiger  Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG im Gespräch mit  den Einsatzkräften vor Ort.
Zugunglück von Bad Aibling am 9. Februar 2016. Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG im Gespräch mit den Einsatzkräften vor Ort. (Foto: DB AG)

Was die genaue Ursache für die Kollision der zwei Meridian-Züge am Dienstag bei Bad Aibling war (► Bahnblogstelle berichtete), ist bislang nicht geklärt. Die DB arbeitet weiterhin eng mit den ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache zusammen. Medienberichte, wonach es sich um ein menschliches Versagen handeln könnte, sind bislang nicht von offizieller Seite bestätigt.

Die 37 km lange Strecke der Deutschen Bahn zwischen Holzkirchen und Rosenheim ist gesperrt. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet.

Update 12.02.2016:

Die Bergung der Unfallzüge bei Bad Aibling ist am Freitag fortgesetzt worden. Dabei wurden Teile der beschädigten Züge auf Flachwagen verladen und nach Rosenheim gebracht. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich noch bis zum Samstagabend andauern. Dann beginnen die Reparaturarbeiten an der Fahrbahn und an der Oberleitung. Die DB geht derzeit davon aus, dass die Strecke möglicherweise bis Ende der nächsten Woche gesperrt bleibt.

Bereits am Donnerstag konnten die weniger stark beschädigten Wagen an den jeweils hinteren Enden beider Züge geborgen werden. Ein Wagen wurde nach Rosenheim geschleppt. Vier Wagen des zweiten Zuges konnten bis nach Heufeld und Bad Aibling gezogen werden.


Letzte Aktualisierung: 12.02.2016, 19:21 Uhr

Artikelfoto: © Achim Stauß / DB AG

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