Gefährliche Hindernisse im Gleis: Bundespolizei meldet Fahndungserfolg

Gefährliche Hindernisse im Gleis: Bundespolizei entdeckt auf Schienenköpfe abgelegte Betonblöcke (Foto: © Bundespolizei)
Gefährliche Hindernisse im Gleis: Bundespolizei entdeckt auf Schienenköpfe abgelegte Betonblöcke (Foto: © Bundespolizei)

Bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit sind auf der Bahnstrecke Aschaffenburg – Miltenberg gefährliche Hindernisse in das Gleis gelegt worden. Nun vermeldet die Bundespolizei einen Fahndungserfolg.


Auf der Bahnstrecke Aschaffenburg – Miltenberg sind zum dritten Mal in diesem Monat gefährliche Hindernisse in das Gleis gelegt worden. Beamte der Bundespolizei, die zur gezielten Überwachung eingesetzt waren, verhinderten einen erneuten Bahnunfall und stellten nach erfolgreicher Verfolgung zwei nunmehr dringend tatverdächtige Jugendliche fest.

Wie durch die Bundespolizei berichtet, haben Unbekannte in Erlenbach am Main in den späten Abendstunden des 5. und 20. März verschiedene Gegenstände in das Gleis der Bahnstrecke gelegt. Dabei hatte es sich unter anderem um ein Fahrrad und um einen großen Abfallbehälter gehandelt. Personenzüge hatten die Hindernisse jeweils überfahren, wodurch es zu einer erheblichen Gefahr für die Zuginsassen gekommen war.

Am Montagabend überwachten Zivilkräfte der Bundespolizei den Streckenabschnitt in Erlenbach am Main. Dabei fanden sie auf Höhe des Hermann-Staudinger-Gymnasiums zwei etwa 40 Zentimeter lange und 25 Zentimeter breite Betonblöcke auf den Schienensträngen liegen. Zudem lag ein Bauzaun aus Plastik einige Meter entfernt im Gleis.

Betonblock auf Schienenkopf (Foto: © Bundespolizei)
Betonblock auf Schienenkopf (Foto: © Bundespolizei)

Die Bundespolizisten veranlassten sofort die Sperrung der Bahnstrecke und entdeckten kurz darauf drei Jugendliche, die sich auf dem angrenzenden Schulgelände aufhielten. Bei Anblick der Zivilpolizisten ergriffen die Drei sofort die Flucht. Zu Fuß nahmen die Beamten die Verfolgung auf und erhielten dabei Hilfe durch eine Autofahrerin, welche die Verfolgung mit ihrem Fahrzeug unterstützte. Nach etwa 700 Metern konnten zwei der drei Verdächtigen in der Schillerstraße eingeholt und gestellt werden. Dem Dritten gelang die Flucht.

Bei den beiden vorübergehend Festgenommenen handelt es sich um einen 15- und einen 16-jährigen Deutschen. Gegenüber den Zivilbeamten gaben sie zu, die Betonblöcke und den Bauzaun in das Bahngleis gelegt zu haben. Nach Abschluss der ersten Maßnahmen wurden sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Ermittlungen der Bundespolizei wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr laufen derzeit weiter. Ziel ist dabei zum einen die Identität des dritten Verdächtigen festzustellen und zum anderen zu klären, ob die drei Jugendlichen auch für gleichgelagerte Straftaten aus der Vergangenheit verantwortlich sind.

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