Lebensgefährliche Aktion: Bundespolizei stellt alkoholisierten S-Bahn-Surfer

Auf der Stammstrecke zwischen Donnersbergerbrücke und Hackerbrücke in Richtung Hauptbahnhof: ET 423 der S-Bahn München. (Foto: © Bahnblogstelle)

Mit 2,3 Promille sprang ein 21-Jähriger am Mittwochnachmittag, 20. April, auf eine S-Bahn auf und „surfte“ anschließend auch an einem Meridian-Zug. Als Bundespolizisten den Mann festnehmen wollten, eskalierte die Situation.


Gegen 17:20 Uhr meldete ein Triebfahrzeugführer der S-Bahn einen „S-Bahn-Surfer“, der vom S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs auf eine S-Bahn aufsprang und in Richtung Donnersbergerbrücke außen mitfuhr. Nach diversen Hinweisen kam es zu Verzögerungen auf der Stammstrecke. Wie die Bundespolizei mitteilt, wechselte der 21-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau ersten Ermittlungen nach anschließend auf einen Richtung Hauptbahnhof fahrenden Meridian-Zug und fuhr ebenfalls außen am Fahrzeug mit.

Der Triebfahrzeugführer des Meridian bemerkte bei der Einfahrt am Gleis 36, dass eine Person vom Zug absprang und verständigte daraufhin die Beamten der Bundespolizei. Eine Streife konnte den 21-Jährigen im Hauptbahnhof stellen. Bei der Festnahme sperrte er sich vehement gegen die Laufrichtung. Die Beamten mussten den jungen Mann mit Zwang zur Dienststelle bringen. Dabei verletzte sich ein Bundespolizist am Finger und ein Funkgerät wurde beschädigt. Der 21-Jährige zog sich bei der Festnahme eine Verletzung im Gesicht zu, die durch einen herbeigerufenen Arzt versorgt wurde. Der Bundespolizist musste aufgrund seiner Verletzung an der Hand den Dienst abbrechen.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnte der Beschuldigte die Dienststelle am Mittwochabend verlassen. Gegen ihn wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und einer Ordnungswidrigkeit nach der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung ermittelt.