Heute vor 25 Jahren ging das erste ICE-Werk in Betrieb

Eröffnung ICE-Werk Hamburg-Eidelstedt am 26. April 1991. (Foto: © DB AG)
Eröffnung ICE-Werk Hamburg-Eidelstedt am 26. April 1991. (Foto: © DB AG)

Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs in Hamburg-Eidelstedt wurde am 26. April 1991 das erste ICE-Werk der Deutschen Bahn in Deutschland offiziell in Betrieb genommen.


Das ICE-Werk Hamburg ist das „Heimatwerk“ für den ICE 1 und ICE TD sowie Loks der Baureihe 101. Heute werden im Werk ICE-Züge aller Generationen sowie Lok’ s rund um die Uhr gewartet, instandgesetzt, gereinigt und gecatert.

„In den 25 Jahren wurden hier im Werk rund 270.000 Züge untersucht und gewartet. Damit leisten unsere Mitarbeiter einen erheblichen Beitrag um die täglich rund 100.000 Fahrgäste in unseren ICE-Züge schnell und sicher an’s Ziel zu bringen“, so Oliver Herrmann, Leiter Werke der DB Fernverkehr in Hamburg.

Seit Aufnahme des ICE-Verkehrs hat jeder ICE 1 Zug rund 13 Millionen Kilometer gefahren. Dies entspricht rund 35 mal zum Mond oder 325 mal um die Erde. Seit 1991 wurden rund 8,8 Millionen Rollen Toilettenpapier und rund 4,4 Millionen Pakete Einweghandtücher verbraucht. 8.025 Drehgestelle, 21.350 Radsätze und 153.000 Bremsbeläge wurden an den Zügen ausgetauscht.

Das Gelände erstreckt sich auf rund drei Kilometer Länge und rund 150 Meter Breite. Zum Werk gehören eine 430 Meter lange und 65 Meter breite Halle – das entspricht in der Ausdehnung von etwa vier Fußballfeldern. Hier können jeweils acht Züge gleichzeitig behandelt werden. Zeitgleich kann auf drei Ebenen an den Zügen gearbeitet werden, dies führt zu einer optimalen Verzahnung der Arbeiten. Im nordwestlichen Teil des ICE-Werkes befindet sich eine 210 Meter lange automatische Außenreinigungsanlage. Hier können im Winter auch ICE-Züge enteist werden. Weiterhin befinden sich zahlreiche Abstellgleise im Außenbereich.

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Um die Standzeiten der ICE-Züge möglichst gering zu halten, wird die Wartung, Versorgung und Reinigung im Fließbandverfahren ausgeführt. Zwischen Ankunft und Abfahrt eines Zuges stehen tagsüber nur 60 Minuten im Werk zur Verfügung. Große Inspektionen und Instandhaltungsarbeiten dauern mehrere Tage. Bis zu 70 Mitarbeiter arbeiten teilweise zeitgleich an einem Zug.

Die modernen Anlagen und Arbeitsverfahren im Werk werden ständig dem neuesten Stand der Technik angepasst. Um auch in der Zukunft die neuesten Züge der ICE-Familie im Werk warten zu können, wird das Werk derzeit baulich für die neuesten Generationen modernisiert.

Von Hamburg aus fahren die Züge im Fernverkehr direkt in alle großen Städte Deutschlands, wie Berlin, München, Köln und Frankfurt/Stuttgart, und sogar bis in die Schweiz nach Zürich und Chur.


(red/DB)

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