GDL ruft Lokführer und Zugbegleiter bei erixx und vlexx zum Streik auf

Leere Bahngleise durch Warnstreiks. (Foto: © anjajuli / Fotolia)
Leere Bahngleise durch Warnstreiks. (Foto: © anjajuli / Fotolia)
Leere Bahngleise durch Warnstreiks. (Foto: © anjajuli / Fotolia)

Wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf ihrer Internetseite informiert, ruft sie Lokführer, Zugbegleiter und Disponenten der erixx GmbH und der vlexx GmbH am morgigen Dienstag von 3 bis 7 Uhr zu einem Warnstreik auf.


Die zur Netinera Deutschland GmbH gehörenden Unternehmen sind auch nach drei/zwei Verhandlungsrunden bei ihrem „Nicht-Angebot“ geblieben. Dies schreibt die GDL auf ihrer Internetseite und ruft damit zugleich zu einem Warnstreik am Dienstagvormittag auf.

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: „Das ist eine Ohrfeige für das Zugpersonal, das Tag und Nacht seine verantwortungsvolle Arbeit im unregelmäßigen Schichtdienst erbringt.“

In beiden Unternehmen sollen die Entgelte bisher rund zehn Prozent unter dem Niveau des Flächentarifvertrags für das Zugpersonal liegen, der bereits für 97 Prozent aller Lokomotivführer in Deutschland gilt. Laut GDL werden manche Teile der Schicht sogar nur zur Hälfte vergütet.

Bei vlexx soll sich das Zugpersonal auch künftig nur mit 95 Prozent des Tabellenentgelts des Flächentarifvertrags zufriedengeben, berichtet die Gewerkschaft. Darüber hinaus sollen sowohl vlexx als auch erixx jede, der dringend notwendigen Verbesserungen zur Arbeits- und Ruhezeit verweigern. Weder einer Überstundenbegrenzung von 80 Stunden im Jahr, noch der vollen Anrechnung der Arbeitszeit in einer Schicht (abzüglich der gesetzlichen Pausen) sollen sie zugestimmt haben.

„Das Aussitzen von Problemen ist aber mit uns nicht zu machen, wie selbst die Deutsche Bahn bereits feststellen musste“, so Weselsky.

Ziel der GDL sei es, ein marktgerechtes Einkommen und angemessene Arbeitsbedingungen für das gesamte Zugpersonal in Deutschland zu schaffen.

erixx informiert über Zugausfälle

Durch den geplanten Streik sind vor allem die wichtigen Pendlerstrecken der RE 10 zwischen Bad Harzburg-Hildesheim-Hannover, aber auch RB 42/43 zwischen Goslar, Bad Harzburg und Braunschweig sowie RB 47 zwischen Braunschweig und Uelzen betroffen, informiert erixx. Ebenfalls betroffen ist die Strecke RB 38 des Heidekreuzes zwischen Buchholz-Soltau-Hannover sowie teilweise die RB 37 zwischen Soltau-Uelzen.

Vom Streik nicht betroffen ist die Strecke RB 37 zwischen Soltau-Bremen und die RB 32 zwischen Lüneburg-Dannenberg, so das Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Auf den betroffenen Strecken werden am 03.05. zwischen 03:00 und 07:00 voraussichtlich keine oder nur vereinzelte Züge fahren können. Wie es von erixx heißt, bemühe man sich, die Zugausfälle so gering wie möglich zu halten und einzelne, wichtige Züge im Schüler- und Berufsverkehr fahren zu lassen. Nach dem Ende der Warnstreiks um 07:00 ist noch mit Folgeverspätungen bis ca. 08:30 zu rechnen.

„Über die kurzfristig angekündigten Warnstreiks zeigt erixx sich sehr enttäuscht und ruft die GDL auf, wie vereinbart am Mittwoch, den 04.05. an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die grundsätzlichen, tariflichen Themen sollen am Verhandlungstisch geklärt werden und nicht auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden“, so das Unternehmen in einer aktuellen Stellungnahme.

vlexx: Bislang keine Informationen zu Zugausfällen

Bei vlexx gibt es bislang keine genauen Informationen. Hier heißt es nur: „Sobald uns nähere Informationen zu Verspätungen und Zugausfällen vorliegen, werden wir Sie darüber informieren.“


Letzte Aktualisierung: 02.05.2016, 23:17 Uhr

(red/GDL/erixx/vlexx)