DB Cargo: „Aufgabe von Güterverkehrsstellen stellt Wachstumskurs nicht in Frage“

Eine Ellok der Baureihe 185 TRAXX steht im abendlichen Aachen West Gbf abfahrbereit mit einem Stahl-Coil-Zug aus Belgien. (Foto: © DB AG / Uwe Miethe)
Eine Ellok der Baureihe 185 TRAXX steht im abendlichen Aachen West Gbf abfahrbereit mit einem Stahl-Coil-Zug aus Belgien. (Foto: © DB AG / Uwe Miethe)
Eine Ellok der Baureihe 185 TRAXX steht im abendlichen Aachen West Gbf abfahrbereit mit einem Stahl-Coil-Zug aus Belgien. (Foto: © DB AG / Uwe Miethe)

Trotz anderslautender Medienberichte hat DB Cargo das klare Ziel, ab 2018 wieder ein Prozent über dem europäischen Marktniveau im Schienengüterverkehr zu wachsen, teilt das Unternehmen mit.


„Wir wollen wachsen. Um zukünftig wieder mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und dabei schwarze Zahlen zu schreiben, müssen wir jetzt unsere Qualität und Produktivität enorm verbessern“, so Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender von DB Cargo.

Dazu gehört auch, dass DB Cargo seine Nahbereichsbedienung in Deutschland eingehend überprüft. Das bedeutet, dass 215 aufkommensschwache Güterverkehrsstellen von insgesamt 1.500 nicht mehr bedient werden sollen.

Diese 215 Güterverkehrsstellen machen im Gesamtumsatz lediglich 0,4 Prozent aus und bedeuten aus Sicht des Unternehmens in keiner Weise einen Rückzug aus der Fläche oder einen Schrumpfkurs der Güterbahn, so DB Cargo in einer Pressemitteilung. Zur Bedienungseinstellung von Güterverkehrsstellen gibt es noch keinerlei Beschlüsse. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretungen, Kunden und dem Aufsichtsrat laufen.

Ziel ist es, den Kunden alternative Bedienkonzepte anzubieten, beispielsweise das Ausweichen auf benachbarte Güterverkehrsstellen oder kombinierte Verkehrsangebote. Entscheidend ist dabei, dass die Verladestellen nicht geschlossen, sondern nicht mehr angefahren werden. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn sich die Auftragslage ändert, kann der jeweiligen Verladepunkt auch wieder bedient werden.


(red/DB)