Neue Stromsystemwechselstelle zwischen Emmerich und der Grenze zu den Niederlanden geht in Betrieb

Symbolbild: Elektrifizierungsarbeiten: Einhängen des Tragseils in den Fahrdraht (Foto: © Claus Weber)
Symbolbild: Elektrifizierungsarbeiten: Einhängen des Tragseils in den Fahrdraht (Foto: © Claus Weber)

Die Arbeiten an der neuen Stromsystemwechselstelle zwischen Emmerich und der Grenze zu den Niederlanden sind für das Gleis aus den Niederlanden nach Deutschland kurz vor dem Abschluss. Auf dem Gegengleis von Deutschland in die Niederlande wird die Oberleitung noch bis Oktober umgebaut.


Am Donnerstag, 21. Juli, wird die Oberleitung des von den Niederlanden kommenden Gleises nach Beendigung der Arbeiten wieder unter Strom gesetzt. Bisher führte die Oberleitung zwischen dem Bahnhof Emmerich und der Grenze zu den Niederlanden das niederländische Stromsystem (1.500 Volt Gleichstrom). Ab morgen wird die Oberleitung dann mit mindestens 15.000 Volt Wechselstrom unter Spannung gesetzt, wie die DB am Mittwoch mitteilt.

Diese technische Änderung hat für den Verkehr an den Bahnübergängen eine wichtige Veränderung zur Folge. Durch die höhere Spannung muss ein größerer Sicherheitsabstand gewährleistet werden. Hierdurch ändert sich die Durchfahrtshöhe für Straßenverkehrsteilnehmer an allen Bahnübergängen zwischen dem Bahnhof Emmerich und der Grenze zu den Niederlanden auf vier Meter. Eine Ausnahme bildet hierbei der Bahnübergang „Borgheeser Weg“, für den eine Höhenbegrenzung von 3,90 Meter gilt.

Zum Hintergrund

Bisher befand sich die Systemwechselstelle für die Änderung des Stromsystemwechsels im Bahnhof Emmerich. Hierdurch mussten die Züge von der Betuwe-Route kommend zweimal das Stromsystem wechseln. Die Betuwe-Route hat 25.000 Volt Wechselstrom, dann folgte ein Streckenabschnitt mit 1.500 Volt Gleichstrom (allgemeines niederländisches System) und dann die Umstellung auf das deutsche System mit 15.000 Volt Wechselstrom. Durch die Verlagerung auf die freie Strecke ist nun ein Stromsystemwechsel von 25.000 auf 15.000 Volt Wechselstrom ausreichend.


(red/DB)

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