BKA warnt vor Terroranschlägen auf Bahn / EVG fordert mehr Sicherheitspersonal

Regionalzug nach dem Axt-Angriff bei Würzburg (Quelle: SW-N)
Regionalzug nach dem Axt-Angriff bei Würzburg (Quelle: SW-N)

Nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg vor wenigen Tagen warnt nun das Bundeskriminalamt (BKA) vor weiteren Terrorangriffen auf das Verkehrsmittel Bahn.


Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ unter Berufung auf ein aktuelles BKA-Lagebild, unterliege das Verkehrsmittel Bahn einer „hohen Bedrohungsqualität, die sich jederzeit in einem Anschlag manifestieren kann.“ Der Gefährdung des Bahnverkehrs und seiner Einrichtungen müsse „weiterhin eine herausgehobene Stellung zugerechnet werden“, heißt es.

EVG fordert mehr Sicherheitspersonal

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert unterdessen den verstärkten Einsatz von gut ausgebildetem Sicherheitspersonal. Dies sei zwar kein Allheilmittel, mache aber deutlich, dass an dem Bestreben nach mehr Sicherheit nicht gespart werde.

„Die jetzt notwendige Diskussion über erforderliche und geeignete Maßnahmen werden wir gleichwohl sachlich und mit dem Ziel führen, die Sicherheit der Beschäftigten, wie auch der Reisenden, tatsächlich zu erhöhen“, sagte der EVG-Vorsitzende Kirchner.

Die Deutsche Bahn hatte am Dienstag mitgeteilt, dass man die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Polizei- und Sicherheitsbehörden bereits intensiviert habe. Wie ein Bahnsprecher sagte, könne jedoch niemand eine „hundertprozentige Sicherheit im System Bahn garantieren.“


(red)

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