Lebensgefährlicher Unsinn: 23-Jähriger lässt sich von Regionalbahn überrollen

Verbotszeichen: Bahnanlagen dürfen nicht betreten werden! (Foto: © Bahnblogstelle)
Verbotszeichen: Bahnanlagen dürfen nicht betreten werden! (Foto: © Bahnblogstelle)

Am Samstag ließ sich ein 23-jähriger Mann bewusst von einer Regionalbahn überrollen und blieb dabei unverletzt. Eine irrsinnige Aktion, die auch schnell tödlich enden kann.


Wie die Bundespolizeiinspektion München mitteilt, haben am Samstag, 27. August, gegen 17:30 Uhr zwei junge Männer die Bahnstrecke zwischen Karlsfeld und München/Allach überquert. Als sich eine Regionalbahn näherte, legte sich ein 23-Jähriger bewusst längs ins Gleis.

Der 54-jährige Triebfahrzeugführer erkannte den im Gleis liegenden Mann und leitete eine Schnellbremsung ein. Zudem gab der Lokführer mehrere Warntöne ab. Der junge Mann aus München-Trudering blieb regungslos im Gleis liegen, als ihn die Regionalbahn überrollte. Wie es heißt, habe sich der 23-jährige Türke offenbar so positioniert, dass er von der Regionalbahn nicht erfasst wurde.

Der Lokführer meldete den Vorfall umgehend an die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Diese verständigte die Bundespolizei. Als der 54-jährige Bahnmitarbeiter nach dem Überfahrenen sehen wollte, stand dieser unverletzt mit einem Bekannten am Rand der Gleise. Der Triebfahrzeugführer nahm beide alkoholisierten Männer auf und brachte sie zum Münchner Hauptbahnhof, wo bereits eine Streife der Bundespolizei wartete. Bei dem 23-Jährigen stellten die Beamten einen Atemalkoholwert von ca. 1,8 Promille fest. Sein 25-jähriger Begleiter aus dem Landkreis Ebersberg pustete 1,4 Promille.

Gegen den Beschuldigten wird jetzt wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn aufgrund der Verspätungen und Zugausfälle sind hier noch nicht inbegriffen.

Bundespolizei warnt vor derartigen Dummheiten

Mutproben dieser Art sind lebensgefährlicher Irrsinn und funktionieren nur in Wild-Westfilmen, heißt es von der Bundespolizei. Je nach Geschwindigkeit und Stärke des Sogs, nach Bauart der Züge oder einfach nach der Statur der Person enden solche „Experimente“ mit lebensgefährlichen Verletzungen.


(red/BPol)

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