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Vor Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels: BAV zieht vier Loktypen aus dem Verkehr

Eine Lokomotive vom Typ TRAXX F140 MS Locomotive (Foto: © Bombardier)

Eine Lokomotive der Baureihe 186, Typ TRAXX F140 MS Locomotive (Foto: © Bombardier)

Das schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) zieht vier Loktypen des Herstellers Bombardier für den Betrieb auf der Gotthard-Achse aus dem Verkehr. Die befristete Betriebsbewilligung endet im November.


Wie die Aufsichtsbehörde für den öffentlichen Verkehr und wichtige Bereiche des Güterverkehrs in der Schweiz bereits am 8. September mitteilte, will sie sicherstellen, dass der Verkehr durch den Gotthard-Basistunnel (GBT), der am 1. Juni feierlich eröffnet wurde (Bahnblogstelle berichtete), nach der Inbetriebnahme im Dezember 2016 zuverlässig und reibungslos funktioniert. Das BAV wird daher die befristete Betriebsbewilligung für bestimmte Güterloks nicht verlängern, welche beim Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2 Störungen verursachen, heißt es von Seiten der schweizer Aufsichtsbehörde.

Das Bundesamt hat entschieden, dass vier im Güterverkehr eingesetzte Lokomotivtypen des Herstellers Bombardier (Re 486, BR 186, Re 487, BR 187) im Hinblick auf die Inbetriebnahme des GBT vorerst nicht mehr auf der Gotthard-Achse verkehren dürfen. Die auf November 2016 befristete Betriebsbewilligung wird nicht verlängert. Auslöser für diese Entscheidung ist die Häufung von Störungen, welche die vier Lokomotivtypen auf den GBT-Zufahrten im Norden und Süden verursachen, seit dort im Jahr 2015 gewisse Abschnitte mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2 ausgerüstet wurden, wie dies seit längerem angekündigt worden war. Wegen der vier Lokomotivtypen kam es unter anderem verschiedentlich zu unvorhergesehenen Zwangsbremsungen, welche Betriebsunterbrüche und Verspätungen verursachten. Auch im Gotthard-Basistunnel werden alle Züge mit ETCS Level 2 überwacht.

Mit dieser Entscheidung will die schweizer Verkehrsaufsichtsbehörde sicherstellen, dass der Gotthard-Basistunnel wie geplant zuverlässig und reibungslos betrieben werden kann. Die Lötschberg-Achse bleibt für die betroffenen Loktypen offen. Damit haben die Bahnunternehmen, welche die betroffenen Loktypen einsetzen, die Möglichkeit, das Rollmaterial für ihre Nord-Süd-Verkehre umzudisponieren. Das BAV hat dem Hersteller der vier Loktypen angeboten, ihn im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten bei der Fehler-Behebung zu unterstützen.


(red/BAV)

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