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S-Bahn Hamburg: Erster Triebzug der neuen Baureihe ET 490 startet Testfahrten

Fertigung der neuen S-Bahnfahrzeuge im Bombardier Werk Hennigsdorf - Front des neuen S-Bahnfahrzeuges

Fertigung der neuen S-Bahnfahrzeuge im Bombardier Werk Hennigsdorf – Front des neuen S-Bahnfahrzeuges (Foto: © DB AG / Egbert Meyer-Lovis)

Am gestrigen Montag, 10. Oktober 2016, erreichte der erste S-Bahnzug der Baureihe 490 das Hamburger S-Bahn-Betriebswerk Hamburg-Ohlsdorf. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, starten ab dem heutigen Dienstag nun die ersten Testfahrten.


Der erste Zug der neuen S-Bahn-Flotte wurde am gestrigen Montag von den Fabrikhallen des Fahrzeugherstellers Bombardier in Hennigsdorf bei Berlin nach Hamburg überführt. Dort wurde das Fahrzeug sofort wetter- und blickgeschützt in den Hallen des S-Bahn-Betriebswerks in Ohlsdorf abgestellt, berichtet das Internetportal „Nahverkehr Hamburg“.

Im Rahmen ihres neuen Verkehrsvertrages hatte die S-Bahn Hamburg GmbH bei Bombardier Transportation 60 neue S-Bahn-Züge bestellt. Ab heute nun startet das erste Fahrzeug der neuen Baureihe seine Testfahrten.

Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg GmbH: „Mit den neuen Fahrzeugen können wir die Attraktivität der S-Bahn in Hamburg für unsere Kunden weiter steigern. Heute startet der erste Einsatz des energiesparenden Neufahrzeuges im Rahmen von ausgiebigen Testfahrten. Alle Fahrzeuge sind mit Klimaanlagen, Durchgängen zwischen den Wagen und einem modernen Fahrgastinformationssystem ausgestattet.“

Nach Angaben der DB ist der Probebetrieb des neuen S-Bahnfahrzeuges mit Fahrgästen ab Herbst 2017 vorgesehen.

Die S-Bahn Hamburg investiert rund 450 Millionen Euro in die Beschaffung von den 60 Neufahrzeugen sowie in die Modernisierung ihrer vorhandenen Züge und Werkstätten. Einige der neuen Triebzüge können als sogenannte Zweisystemfahrzeuge sowohl mit 1.200 Volt Gleichstrom als auch mit 15 kV/16,7 Hz Wechselstrom betrieben werden.

Ab Ende 2018 ist der Einsatz aller 60 Neufahrzeuge im täglichen S-Bahn-Regelbetrieb geplant. Mit der Beschaffung dieser Fahrzeuge wird die S-Bahn Hamburg auch ihre Fahrzeugreserve erhöhen. Darüber hinaus werden auch die bereits vorhandenen 112 Fahrzeuge der Baureihe 474 mit Wagenübergängen und einem modernen Fahrgastinformationssystem ausgestattet.

Staatsrat Andreas Rieckhof, Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Im S-Bahn-Netz ist eine Modernisierung und Ausweitung des Fahrzeugparks dringend erforderlich. Deshalb ist es gut, dass Hamburg diese neuen Züge bekommt. Sie machen unser Schnellbahnnetz noch leistungsfähiger und umweltfreundlicher.“

Ab dem 9. Dezember 2018 wird die S-Bahn Hamburg nach dem im Jahr 2013 abgeschlossenen Verkehrsvertrag für weitere fünfzehn Jahre die S-Bahn-Verkehrsleistung im Auftrag der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen erbringen.

Die S-Bahn Hamburg GmbH befördert als starker Partner der Metropolregion Hamburg mit 1.100 Zugfahrten täglich bis zu 700.000 Fahrgäste auf sechs Linien. Dabei verbindet das Unternehmen Knotenpunkte wie den Hamburger Hauptbahnhof oder den Hamburg Airport mit dem öffentlichen Nahverkehr und schließt die ganze Metropolregion an das Netz des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) an.

Fakten zum Fahrzeug im Überblick

  • Zuglänge: 66 Meter
  • Sitzplätze: 190
  • Stehplätze: 280
  • Gewicht des betriebsbereiten Triebzuges (t):
  • Einsystem: 122 t, Zweisystem: 130 t
  • Höchstgeschwindigkeit (km/h): Einsystem: 100 km/h, Zweisystem: 140 km/h
  • Fahrmotoren des Triebzuges: 8 Fahrmotoren mit je 170 kW, Gesamt 1360 kW
  • Sehr leises Fahrzeug, vergleichbar mit ET474
  • Energiesparend
  • Ausstattung der Fahrzeuge mit Klimaanlagen, Durchgängen zwischen den Wagen und modernen Systemen zur Fahrgastinformation
  • Besonderheit: Nutzung von Wärmepumpen in den Klimaanlagen. Derartige Energiegewinnung bei Zügen ist einmalig in Europa
  • Vorteile für Personen mit reduzierter Mobilität (gemäß TSI PRM):
  • Visuelle und akustische Signale im Eingangsbereich, z. B. farbliche Kontrastunterscheide beim Türknopf, Beleuchtete Trittkante, Türknopf ausgestattet mit Findeton
  • Crash-Norm ist umgesetzt: Triebkopf ist länger
  • Front- und Seitenanzeigen mit farbigem Linienfeld
  • (z.B. grünes Linienfeld für S 1)
  • Auf den Fahrgastinformationsdisplays (FID) des neuen modernen Fahrgastinformationssystems werden die Stationen in einer Perlenschnur angezeigt, auf langen Streckenabschnitten auch auf den Haltestelleninnenanzeigen
  • Mehrzweckraum für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen
  • Abfallbehälter in den Fahrzeugen

(red/DB)

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