Triebfahrzeugführer wegen sechsminütiger Verspätung angegriffen

Ein Berliner S-Bahn-Triebzug der Baureihe ET 481 beim Halt an einer Station. (Foto: © DB AG / Bartlomiej Banaszak)
Ein Berliner S-Bahn-Triebzug der Baureihe ET 481 beim Halt an einer Station. (Foto: © DB AG / Bartlomiej Banaszak)

Am Dienstagabend, 25. Oktober, versuchte ein 37-jähriger Mann den Triebfahrzeugführer einer S-Bahn aufgrund einer sechsminütigen Verspätung des Zuges aus dessen Führerstand zu zerren. Im Anschluss beschädigte er darüber hinaus die S-Bahn und leistete bei der Festnahme durch Polizeikräfte Widerstand.


Nach Angaben der Bundespolizeidirektion Berlin ging ein 37-jähriger Fahrgast den Triebfahrzeugführer einer S-Bahn am Bahnhof Ahrensfelde verbal an, da der Zug mit einer Verspätung von sechs Minuten in den Bahnhof einfuhr. Der Angreifer betrat den Führerstand der S-Bahn, trat dem Triebfahrzeugführer auf den Fuß und versuchte ihn aus dem Zug zu zerren. Diesem gelang es jedoch den Angreifer zurückzustoßen und die Tür des Führerraumes zu schließen.

Der 37-Jährige machte seinem Ärger weiter Luft und beschädigte den Abfertigungsspiegel der S-Bahn. Als alarmierte Polizisten des Landes Berlin am Bahnhof eintrafen und den aufgebrachten Mann aus Marzahn festnehmen wollten, leistete dieser Widerstand. Der Triebfahrzeugführer klagte nur über leichte Schmerzen und setzte seinen Dienst weiter fort.

Die Beamten erteilten dem alkoholisierten 37-Jährigen einen Platzverweis und setzten ihn nach Abschluss aller Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Bundes- und Landespolizei leiteten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein.


(red/BPol)

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