Siemens und DB starten Pilotprojekt zur vorausschauenden Instandhaltung

Symbolbild: Ein ICE 3 Velaro D, Baureihe 407, in einer Werkshalle. (Foto: © DB AG / Uwe Miethe)
Symbolbild: Ein ICE 3 Velaro D, Baureihe 407, in einer Werkshalle. (Foto: © DB AG /
Uwe Miethe)

Der Technikkonzern Siemens und die Deutsche Bahn starten eine Pilotanwendung für die vorausschauende Wartung und Instandhaltung der Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro D (ICE 3, Baureihe 407).


Sich abzeichnende Fehler und Störungen sowie Fehlerquellen sollen mittels digitalisierter Datenanalyse frühzeitig erkannt und daraus Empfehlungen für die Fahrzeuginstandhaltung abgeleitet werden. Nach Angaben von Siemens lassen sich so Ausfälle vermeiden und die Verfügbarkeit der Zugflotte kann erhöht werden. Dadurch kann ein wirtschaftlicherer Betrieb der Fahrzeuge erreicht werden. Das Projekt hat zunächst eine Laufzeit von zwölf Monaten.

„Siemens bietet einen in der Branche einzigartigen digitalen Service, der es ermöglicht, die Instandhaltung zielgenau nach dem Zustand der Fahrzeuge auszurichten. Mit intelligenten Algorithmen und einer präzisen Analytik wird die Verfügbarkeit gesteigert“, sagte Jochen Eickholt, Bahnchef von Siemens.

Über einen Zeitraum von einem Jahr werden die Fahrzeugdaten der Velaro-D-Flotte, noch während die Fahrzeuge auf der Strecke unterwegs sind, systematisch ausgewertet – aufbauend und ergänzend zu der on-Board-Diagnose. Hierfür betreibt Siemens als erstes Unternehmen der Bahnindustrie in München ein spezielles Datenanalyse-Zentrum, das Mobility Data Services Center. Hier werden die Daten der Fahrzeuge in einem zentralen Diagnosesystem analysiert, um daraus Fehlerprognosen zu errechnen. Diese werden dann von Spezialisten in validierte Handlungsempfehlungen umgesetzt und direkt an die Techniker in den Werkstätten der DB für akute oder terminierte Instandhaltungsaktivitäten übermittelt. Die Auswertung basiert auf Algorithmen und Modellen, die Prognosen mit hoher Sicherheit zum zukünftigen Verhalten von Fahrzeugen und Komponenten ermöglichen.

Die Diagnosedaten stehen dem Betreiber und Instandhalter im laufenden Betrieb zur Verfügung und werden anwenderfreundlich in einer übersichtlichen Darstellung visualisiert. Dadurch kann der aktuelle Zustand eines Fahrzeugs kurzfristig erfasst und es kann entsprechend schnell reagiert werden.


(red/Siemens)

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