Technische Sicherheitsmaßnahme: NOB zieht 90 Reisezugwagen zeitweise aus dem Verkehr

Symbolbild: Ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn. (Foto: © Bernhard Classen / Alamy Stock Photo)
Symbolbild: Ein Zug der Nord-Ostsee-Bahn. (Foto: © Bernhard Classen / Alamy Stock Photo)

Ab Freitag, den 11. November von Betriebsbeginn an kommt es zu starken Einschränkungen des regionalen Bahnverkehrs auf der Strecke von Hamburg-Altona nach Westerland (Sylt). Die Züge des Betreibers Nord-Ostsee-Bahn (NOB) werden auf der Marschbahn vorübergehend nur noch zwischen Niebüll und Westerland (Sylt) pendeln.


Grund dafür ist eine technische Vorsichtsmaßnahme, die insgesamt 90 Niederflur-Reisezugwagen betrifft und voraussichtlich mehrere Wochen dauern wird. Wie die NOB mitteilt, wurden bei einer Zuggarnitur an mehreren Kupplungen, mit denen die Marschbahn-Reisezugwagen untereinander verbunden sind, technische Mängel festgestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Mangel auch an den Bauteilen weiterer Zuggarnituren vorhanden ist. Deshalb kann einem weiteren Einsatz der Fahrzeuge nicht ohne vorherige Prüfung zugestimmt werden, teilt das Unternehmen mit.

Ein schienengebundener Notverkehr mit Pendelbetrieben zwischen Niebüll und Westerland ist eingerichtet. Darüber hinaus wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Niebüll und Itzehoe durch Busse kurzfristig eingerichtet, um möglichst vielen Fahrgästen Fahrtmöglichkeiten auf der Marschbahn anbieten zu können.

„Wir bedauern sehr, dass es leider für zahlreiche Fahrgäste in den nächsten Wochen zu Unannehmlichkeiten kommen wird und möchten uns dafür ausdrücklich entschuldigen“, erläutert Martina Sandow, Geschäftsführerin der Nord-Ostsee-Bahn GmbH. „Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Da die Sicherheit im Bahnverkehr für uns oberste Priorität hat, war die umgehende Einleitung dieser Vorsichtsmaßnahme aber alternativlos. Sobald die betroffenen Teile vollständig untersucht und von Experten für einsatzfähig erachtet beziehungsweise ausgetauscht worden sind, werden die Marschbahn-Reisezugwagen nach und nach wieder in den Regelbetrieb gehen. In der Zwischenzeit bitten wir alle betroffenen Fahrgäste um Geduld und Verständnis. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um so schnell wie möglich die Marschbahn-Reisezugwagen wieder fahrtüchtig zu machen oder von anderen Unternehmen vorübergehend Ersatzfahrzeuge zu bekommen“.

Es ist mit erheblichen Verzögerungen und nicht ausreichenden Kapazitäten zu rechnen. Fahrgäste mögen bitte prüfen, ob sie auf alternative Verkehrsmittel umsteigen oder die Fahrt verschieben können.

Das Notkonzept sieht folgendermaßen aus:

  • Abschnitt Niebüll-Westerland und zurück: Pendelbetrieb mit Diesel-Triebwagen und einem lokbespannten Wagenzug
  • Abschnitt Niebüll-Itzehoe und zurück: Schienenersatzverkehr mit Bussen, aktuelle Prüfung ob zusätzlich schienengebundener Pendelverkehr realisiert werden kann
  • Abschnitt Itzehoe-Hamburg: Hier können Fahrgäste die mit zusätzlichen Kapazitäten verstärkten Züge der Nordbahn nutzen.

Die NOB bittet ihre Fahrgäste sich vor Fahrtantritt über den aktuellsten Stand des Notkonzepts unter http://www.nob.de oder beim Kundenservice zu informieren.


(red/Quelle: NOB)