Bundespolizei: Zahl der illegalen Einreisen mit Güterzügen nimmt zu

Ein Beamter der Bundespolizei mit Diensthund auf der Suche nach weiteren versteckten Personen im Güterzug. (Foto: © Bundespolizei)
Ein Beamter der Bundespolizei mit Diensthund auf der Suche nach weiteren versteckten Personen im Güterzug. (Foto: © Bundespolizei)

In den vergangenen Tagen vermeldete die Bundespolizei mehrfach illegal eingereiste Personen auf Güterzügen. Nach Angaben der Behörde komme man nun langsam an die Belastungsgrenze.


Erst am Dienstag, 22.11.2016, waren fünf Personen eingesperrt in einem Frachtcontainer am Münchner Ostbahnhof von der Münchner Berufsfeuerwehr befreit worden. Ein Lokführer hatte die Männer zuvor um Hilfe rufen gehört. In den Folgetagen wurden weitere achtzehn Personen auf Güterzügen oder im Gleisbereich auf Güterbahnhöfen aufgegriffen. Meist kommen die Informationen von Bahnmitarbeitern, so die Polizei. In vielen Fällen stellen die Beamten mittlerweile aber auch bei Ankunftskontrollen fest, dass Migranten illegal auf Güterzügen in die Bundesrepublik eingereist sind. Nach 47 Personen, die im Oktober festgestellt worden waren, wurden bis Freitagmorgen, 25.11.2016, weitere 101 Personen von der Bundespolizei festgestellt.

Allein am Freitagmorgen wurden auf zwei verschiedenen Güterzügen sieben Personen, fünf am Rangierbahnhof Ost und zwei am Rangierbahnhof Nord aufgegriffen. Mit Ausnahme des Frachtcontainers, der aus der Türkei über Serbien und Österreich nach München kam, liegen der Bundespolizei bislang keine schleusungsrelevanten Hinweise vor. Die meisten Migranten nutzen Betriebshalte in Rangierbahnhöfen, um die Güterzüge zu verlassen, berichtet die Bundespolizei. Alle aufgegriffenen Migranten wurden bzw. werden der Landespolizei übergeben.

Wie die Polizeibehörde mitteilt, stellen die Aufgriffe der illegal mit Güterzügen eingereisten Migranten die Münchner Bundespolizei vor große Herausforderungen, da von diesem neuen Phänomen grenzüberschreitender Einreise viele Güterzüge betroffen sind, und zwei Rangierbahnhöfe im Raum München zu zusätzlichen Einsatzschwerpunkten geworden sind.


red / BPol