Polizeieinsatz am Zug: 33-jähriger Schwarzfahrer schlägt Zugchef nieder

Symbolbild: Wappen der Bundespolizei vor einem Zug der Deutschen Bahn. (Foto: © Bundespolizei)
Symbolbild: Wappen der Bundespolizei vor einem Zug der Deutschen Bahn. (Foto: © Bundespolizei)

Am Sonntagmorgen, 27.11.2016, gegen 00:50 Uhr wurde die Bundespolizei darüber informiert, dass das Zugbegleitpersonal eines Eurocity-Nachtzuges (Laufweg: Köln – Warschau) polizeiliche Unterstützung benötigt. Der Zug stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits im Bahnhof Hamm.


Die Beamten trafen auf einen Zugbegleiter sowie weitere Zeugen, die berichteten, dass ein 33-jähriger Mann den 60-jährigen Zugchef auf dem Bahnsteig niedergeschlagen hat. Der Täter war ebenfalls noch zugegen und wurde von den Beamten festgenommen. Der Zugchef wurde mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus eingeliefert, welches er nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.

Der 33-jährige, alkoholisierte Täter gab auf der Dienststelle an, dass der Anlass für seine Tat eine Fahrgeldangelegenheit war. Der Zugchef schloss den Mann daraufhin von der Fahrt in Hamm aus. Aus Zorn darüber schlug der Täter auf dem Bahnsteig den DB-Mitarbeiter mit der Faust in das Gesicht. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und Hausfriedensbruch.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Täter von diversen Strafverfolgungsbehörden zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war u.a. wegen räuberischer Erpressung, Beleidigung und Verstoßes gegen Weisungen der Führungsaufsicht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er seinen Weg fortsetzen.

Durch den Zwischenfall konnte der Zug seine Fahrt erst mit einer 150-minütigen Verspätung gegen 03:20 Uhr fortsetzen.


red / BPol