Nächste Station: Ruhestand – DB Regio verabschiedet „Karlsruher Kopf“ ins Museum

Die n-Wagen und Steuerwagen "Karlsruher Kopf" verschwinden zumehmend aus dem Streckeneinsatz. (Foto: © DB AG)
Die n-Wagen und Steuerwagen „Karlsruher Kopf“ verschwinden zumehmend aus dem Streckeneinsatz. (Foto: © DB AG)

Eine Ära geht zu Ende: Am 1. Dezember 2016 führte DB Regio eine Abschiedsfahrt von Ulm nach Crailsheim durch. Mit der Sonderfahrt, die ursprünglich für den 30. September geplant war, wurden die Steuerwagen vom Typ „Karlsruher Kopf“ in Baden-Württemberg nun endgültig in den Ruhestand geschickt.


Die Zeit des Abschiednehmens ist gekommen. Jahrzehnte lang waren die Steuerwagen der Bauart „Bnrdzf“ – besser bekannt als „Karlsruher Kopf“ – in Baden-Württemberg im Einsatz. Sie begleiteten Generationen von Bahnfahrern sicher und zuverlässig.

Die n-Wagen und Steuerwagen "Karlsruher Kope" verschwinden zumehmend aus dem Streckeneinsatz. (Foto: © DB AG)
Die n-Wagen, früher „Silberlinge“ genannt, prägten den Schienenpersonennahverkehr über viele Jahrzehnte. (Foto: © DB AG)

Durch den sogenannten Übergangsvertrag, den das Land Baden-Württemberg mit DB Regio zum 1. Oktober 2016 abgeschlossen hat, endet nun die Ära dieser Baureihe im Ländle. Mit dem Übergangsvertrag wird die Zeit zwischen dem Auslaufen des bisherigen „Großen Verkehrsvertrages“ zwischen 2016 und 2019 überbrückt. Mit der Vergabe des Übergangsvertrages an DB Regio konnten vielerorts bereits spürbare technische Verbesserungen in Form von neueren Fahrzeugen erzielt werden.

Die Personenwagen der Gattung n, die früher auch als „Silberlinge“ bezeichnet wurden, prägten seit den 1960er-Jahren das Bild des Schienennahverkehrs. Anfang der 1970er-Jahre wurde im DB-Werk Karlsruhe ein neuer Steuerwagen mit einer markanten Fahrzeugfront, eben dem „Karlsruher Kopf“, entwickelt. Diese Steuerwagen waren über vier Jahrzehnte im Land im Einsatz.

In Crailsheim wurde nun einer der letzten Steuerwagen an das DB Museum Nürnberg übergeben.

„Im Rahmen der Übergangsverträge werden wir in den kommenden Monaten einen Großteil der Silberlinge gegen moderneres Wagenmaterial tauschen. So können wir jetzt dem DB Museum ein Fahrzeug zur Verfügung stellen“, sagte Frank Dietrich, Geschäftsführer der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB).

Russalka Nikolov, Direktorin des DB Museums Nürnberg: „Wir freuen uns über dieses gut erhaltene Fahrzeug“, so die Direktorin. „Es ist im ehemaligen DB Werk Karlsruhe entwickelt worden und zählt somit zu einem der Eigengewächse der Bahn. Das macht es besonders wertvoll für uns. Wir werden es für die nächsten Generationen erhalten!“


red / DB