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Abellio Rail NRW verkehrt ab Sonntag im Niederrhein-Netz

Von links: Dirk Schnurbus (DB Regio NRW), Ronald R. F. Lünser (Abellio Rail NRW), Dr. Hermann Paßlick (NWL) und Martin Husmann (VRR) freuen sich, bei der ersten Fahrt mit dem neuen Fahrzeug im Niederrhein-Netz dabei zu sein. (Foto: © Abellio)

Von links: Dirk Schnurbus (DB Regio NRW), Ronald R. F. Lünser (Abellio Rail NRW), Dr. Hermann Paßlick (NWL) und Martin Husmann (VRR) freuen sich, bei der ersten Fahrt mit dem neuen Fahrzeug im Niederrhein-Netz dabei zu sein. (Foto: © Abellio)

Zum Fahrplanwechsel am morgigen Sonntag, 11. Dezember 2016, übernimmt das Eisenbahnunternehmen Abellio Rail NRW die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 von DB Regio NRW. Mit einer Sonderfahrt von Duisburg nach Wesel, am vergangenen Mittwoch, wurde die offizielle Betriebsaufnahme im Niederrhein-Netz gefeiert.


Die am 7. Dezember durchgeführte Eröffnungsfahrt führte in einem neuen Zug von Duisburg nach Wesel und zurück. Wie Abellio mitteilt, konnten sich die zahlreichen Gäste dabei einen ersten Eindruck von den neuen Elektrotriebzügen vom Typ FLIRT der Stadler Pankow GmbH und einer Teilstrecke des neuen Netzes machen.

„Die erste Fahrt im neuen Netz mit den neuen Zügen ist für Abellio ein Meilenstein. Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Mobilisierungsphase können wir uns nun auch am Niederrhein mit unseren hohen Qualitätszielen und dem Dreiklang aus Komfort, Pünktlichkeit und Sauberkeit für unsere Fahrgäste beweisen“, erklärt Ronald R. F. Lünser, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW.

Das erste Fahrzeug vom Typ FLIRT³, das auf dem Niederrhein-Netz zum Einsatz kommt, wurde im Juni 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. (Foto: © Abellio)

Das erste Fahrzeug vom Typ FLIRT³, das auf dem Niederrhein-Netz zum Einsatz kommt, wurde im Juni 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. (Foto: © Abellio)

Ebenso wie bereits bei früheren Betreiberwechseln begleitet der VRR den Prozess zwischen dem alten und dem neuen Betreiber und unterstützt dabei auch einen möglichen Personalwechsel zielgerichtet. Nach den Aussagen von Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW, seien beide Unternehmen im Wettbewerb zwar Konkurrenten, auf der Schiene aber Partner. Daher sei es der gemeinsamer Anspruch, für einen reibungslosen Betreiberwechsel im Sinne der Fahrgäste zu sorgen.

Die Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem wird nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr am 6. April 2017 in Betrieb genommen. Seit dem 1. August hat Abellio Rail NRW bereits einige Fahrten auf den künftigen Linien im sogenannten Vorlaufbetrieb übernommen, der nach Unternehmensangaben ohne nennenswerte Störungen verlief. Auf der Linie RB 32 wird Abellio bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke von Wesel bis Bocholt im Bereich des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) moderne Dieseltriebzüge vom Typ Alstom Coradia LINT einsetzen.

Zum Fahrplanwechsel wird das vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entwickelte neue Linienkonzept am Niederrhein umgesetzt, welches deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste aufweist:

  • Täglich, und somit auch am Wochenende, zwei umsteigefreie Verbindungen pro Stunde zwischen Wesel und Düsseldorf mit der Linie RE 19 und der von DB Regio betriebenen Linie RE 5 (verkehrt künftig zwischen Koblenz und Wesel)
  • Stündliche Bedienung aller Halte zwischen Wesel und Emmerich durch die Linie RE 19
  • Kapazitätserhöhungen gegenüber dem heutigen Angebot auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Einsatz von Neufahrzeugen auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Stündliche grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr von und nach Arnhem ab April 2017 zum VRR-Tarif
  • Nach Elektrifizierung der Strecke Bocholt – Wesel umsteigefreie Verbindung von Bocholt und Hamminkeln nach Duisburg und Düsseldorf (2019)

Bis zur Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes hat Abellio etwa 85 Arbeitsplätze geschaffen und rund 15 Millionen Euro in den Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Duisburg investiert. Der Bau wurde vom VRR mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Abellio hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und im Juni 2013 den Verkehrsvertrag gemeinsam mit dem VRR und der Provinz Gelderland in Emmerich unterzeichnet. Abellio hat die Fahrzeuge für den Betrieb des Netzes beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiter veräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese wiederum für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.

Zur Betriebsaufnahme am 11. und 12. Dezember sind verschiedene Abellio-Promotionteams in den Zügen unterwegs, um die Fahrgäste mit Informationen zum neuen Betreiber, zu den Fahrplänen und dem neuen Netz zu versorgen.


red / Abellio

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