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Wintereinbruch: Deutsche Bahn sieht sich gegen Schnee und Minustemperaturen gut gerüstet

Talent 2-Triebwagen der Werdenfalsbahn im tief verschneiten Bahnhof Garmisch-Partenkirchen als RB nach München Hbf. (Foto: © DB AG)

Talent 2-Triebwagen der Werdenfalsbahn im tief verschneiten Bahnhof Garmisch-Partenkirchen als RB nach München Hbf. (Foto: © DB AG)

Mit Jahresbeginn hat in diesen Tagen auch der Winter kräftig Einzug gehalten. Die Deutsche Bahn sieht sich hierfür eigenen Angaben zufolge gut gerüstet. Neben der Ausstattung aller wichtigen Weichen mit Heizsystemen setzt das Unternehmen allein in Bayern 17 Schienen-Schneeräumfahrzeuge ein.


Mitarbeiter der DB befreien eine Weiche von Schnee und Eis. (Foto: © DB AG)

Mitarbeiter des Räumdienstes befreien Gleise und Weichen von Schnee und Eis. (Foto: © DB AG)

Die Deutsche Bahn hat sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den Winter vorbereitet. Allein im Freistaat Bayern sind 17 Schienen-Schneeräumfahrzeuge einsatzbereit, die je nach örtlicher Schneelage Räumfahrten durchführen sollen, so die Bahn. Dazu sind bis zu 2.500 Räumkräfte kurzfristig für den Wintereinsatz abrufbar.

Die DB Netz AG, der Infrastrukturbetreiber der Deutschen Bahn, hat seit 2011 alle betriebswichtigen Weichen in Bayern mit insgesamt 2.085 Verschlussfachabdeckungen ausgerüstet. Wie ein Sprecher der DB sagte, schützen sie die Verschlussgestänge der Weichen vor Schneeansammlungen und Eisabwurf durch fahrende Züge.

Darüber hinaus sind alle für den planmäßigen Personenverkehr benötigten Weichen mit Weichenheizungen ausgestattet – das sind allein auf dem bayerischen Streckennetz rund 9.000 Stück. Wie die Bahn verrät, schaltet sich eine Weichenheizung bei Temperaturen um 0 °C und/oder Schneefall automatisch ein. Ihre Leistung kann bis zu 50 Kilowatt betragen. Bei extremem Frost oder starken Schneeverwehungen benötigt eine Weichenheizung aber mehrere Stunden für ein vollständiges Abtauen. In diesem Fall müssen Schneeräumkräfte die Gleise und Weichen per Hand freischaufeln. Auf insgesamt 18 Kilometer Länge wurden Schneefangzäune aufgestellt, um Schneeverwehungen vorzubeugen.

Ein Räumfahrzeug der DB am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. (Foto: © DB AG)

Ein Räumfahrzeug der Deutschen Bahn am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. (Foto: © DB AG)

Auf über 1,9 Millionen Quadratmeter summiert sich die Fläche der zu räumenden rund 1.700 Bahnsteige in Bayern. Dies entspricht der Fläche von knapp 280 Fußballfeldern. Ein GPS-gestütztes Meldesystem erlaubt eindeutige Rückmeldungen über den Räumzustand von Bahnsteigen und verbessert die Personaldisposition. Die Koordination übernimmt die Winterdienstzentrale in Regensburg, die im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr besetzt ist. Die Winterdienstkräfte sind ausgerüstet mit 100 Traktoren und 350 Schneefräsen und einachsigen Schneeräumgeräten. DB Services hat dazu Verträge auch mit örtlichen Dienstleistern abgeschlossen.

DB Regio Bayern verfügt in den Werkstätten Hof, Kempten, München und Nürnberg über 80 Abtauanlagen. Die Züge können damit schneller von Vereisung befreit und gewartet werden, als dies früher der Fall war. Spezielle Bereitschaftspläne sorgen dafür, dass bei Bedarf mehr Mitarbeiter kurzfristig in den Werken eingesetzt werden können.


red / DB

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