EVG fordert Gesetz gegen gewalttätige Übergriffe auf Bahnmitarbeiter

Zugbegleiter gibt Fertigmeldung (Foto: © Bahnblogstelle)
Zugbegleiter gibt Fertigmeldung (Foto: © Bahnblogstelle)
Zugschaffner gibt Fertigmeldung an Zugführer/Zugchef. (Foto: © Bahnblogstelle)

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) begrüßt den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas, wonach Polizeibeamte und andere Einsatzkräfte besser gegen gewalttätige Attacken geschützt werden sollen. Auch der „Bagatellisierung“ von Übergriffen auf Bahnmitarbeiter sollte per Gesetz ein Riegel vorgeschoben werden.


In einer aktuellen Erklärung fordert der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel, dass der Gesetzentwurf zum Schutz von Polizeibeamten und anderen Einsatzkräften auf alle Personen ausgedehnt werden sollte, die in der Daseinsfürsorge tätig sind und Uniform oder Dienstkleidung tragen – also auch auf die Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen werden häufig Opfer von Übergriffen und persönlichen Attacken, weil Uniform oder Dienstkleidung auf so manchen Reisenden wie ein rotes Tuch wirken. Da haben wir die gleichen Probleme wie die Polizei“, macht der EVG-Vize deutlich.

Das von dem Gesetzentwurf ausgehende Signal, dass Gewalt nicht hingenommen werde, helfe bei der Strafverfolgung. Viele der Mitarbeiter, die Opfer von Gewalt wurden, seien frustriert, weil ihre Angreifer oft nicht im erforderlichen Maße zur Rechenschaft gezogen werden, kritisiert Hommel.


Meldung vom 13.02.2017

red/EVG

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