Zugkollision in Luxemburg – Lokführer stirbt, mehrere Personen verletzt

Am Dienstagmorgen ereignete sich im Süden Luxemburgs ein Zugunglück. (Foto: © Police Luxembourg)
Am Dienstagmorgen ereignete sich im Süden Luxemburgs ein Zugunglück. (Quelle: Police Luxembourg)

Auf der Bahnstrecke zwischen Bettemburg und Zoufftgen auf Höhe Düdelingen, im Süden Luxemburgs, kam es am Dienstagmorgen, 14. Februar 2017, zu einem schweren Zugunglück. Infolge des Unfalls bleibt die Bahnstrecke Bettemburg-Thionville voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt.


Am Dienstagmorgen, kurz vor 9 Uhr, kollidierten im Rangierbahnhof Bettemburg auf Höhe Düdelingen ein aus Frankreich kommender Güterzug und ein Personenzug, der in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Der luxemburgische Lokführer des Personenzuges wurde bei dem Zusammenprall getötet, der französische Güterzuglokführer konnte sich in den hinteren Teil seiner Lok retten und überlebte das Unglück mit leichten Verletzungen. Nach Meldungen der luxemburgischen Polizei wurden zwei Personen verletzt – darunter auch die französische Schaffnerin, die kurz nach der Kollision einen ersten Notruf an die Betriebsleitstelle absetzte.

Der Zusammenprall der beiden Züge ereignete sich bei der Ausfahrt des Personenzuges aus dem Rangierbahnhof Bettemburg, teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft CFL (Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois) mit. Wie später bekannt wurde, soll der Personenzug ein Haltesignal überfahren haben. Nach Angaben der Bahngesellschaft zeigten dies Aufzeichnungen des Verkehrsüberwachungssystems.

Zuvor war darüber berichtet worden, dass die Züge an der Unglückstelle ohne das moderne europäische Zugsicherungssystem „European Train Control System“ (ETCS) verkehrten, obwohl Strecke und Rollmaterial damit ausgestattet sind. Das System müsse noch abgenommen werden, schreibt das Luxemburger Wort. Warum das Vorgängersystem „MEMOR II+“ den Unfall nicht verhinderte, werden die nun angelaufenen Ermittlungen zeigen. Wie schnell die beiden Züge kurz vor der Kollision unterwegs waren, ist bislang unklar und ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.


Meldung vom 14.02.2017, aktualisiert am 15.02.2017 um 10:37 Uhr

red