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Allianz pro Schiene fordert Elektrifizierungsgrad von 70 Prozent bis 2025

Techniker bei Arbeiten an der Oberleitungsanlage auf der Aus- und Neubaustrecke VDE 8. (Foto: © DB AG / Frank Kniestedt)

Techniker bei Arbeiten an der Oberleitungsanlage auf der Aus- und Neubaustrecke VDE 8. (Foto: © DB AG / Frank Kniestedt)

Die Allianz pro Schiene sieht beim Ausbau der Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes politische Versäumnisse. Der Branchenverband fordert daher bis 2025 einen Elektrifizierungsgrad von 70 Prozent zu erreichen. Im EU-Vergleich kommt Deutschland mit aktuell 60 Prozent hier nur auf Platz 9. 


Neueste Vergleichszahlen der EU zeigen große Unterschiede beim Elektrifizierungsgrad zwischen den Bahnnetzen der europäischen Länder, teilt die Allianz pro Schiene am Dienstag mit. Demnach liege Deutschland mit einem Elektrifizierungsgrad von 60 Prozent zwar über dem EU-Schnitt von 52 Prozent, platziert sich aber klar hinter europäischen Spitzenreitern wie der Schweiz (100 Prozent), Belgien (85 Prozent), den Niederlanden und Schweden (beide 76 Prozent), Italien (71 Prozent) oder Österreich (70 Prozent).

„Während unsere europäischen Nachbarn ihre Netze für einen umweltschonenden Schienenverkehr hochrüsten, berauschen wir uns in Deutschland daran, unsere Autobahnen mit Oberleitungen auszustatten“, kritisiert der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. „Klare Ziele und ein finanziell hinterlegtes Elektrifizierungsprogramm für das deutsche Schienennetz gibt es dagegen nicht.“

Der Branchenverband fordert die Politik auf, sich bis 2025 für das Bundesschienennetz einen Elektrifizierungsgrad von 70 Prozent zum Ziel zu setzen. Flege warnt davor, dass sich Deutschland mit seiner Förderung der Elektromobilität weiterhin zwischen Abseits und Mittelmäßigkeit bewege. Als Sofortmaßnahme sollte der Bund die im Schienenwegeausbaugesetz vorgesehenen Strecken nun schnell finanzieren.

Auch führende Verkehrspolitiker aller Parteien sprechen sich für größere politische Anstrengungen des Bundes bei der Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes aus:

Arnold Vaatz (CDU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagt: „Strom über die Oberleitung ist die vernünftigste Form von Elektromobilität. Investitionen in die Elektrifizierungslücken unseres Bahnnetzes sind sinnvolle und rentable Anlagen von öffentlichen Mitteln. Sie schützen die Umwelt und geben der Bahn eine sichere Zukunft.“

Der SPD-Politiker Martin Burkert, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, stellt ebenfalls die Vorteile eines Elektrifizierungszieles heraus: „Ein großer Teil des Schienenverkehrs wird schon elektrisch betrieben. Gleichzeitig fehlt aber auf 40 Prozent des Schienennetzes eine elektrische Oberleitung. Hier schlummert großes Potenzial für mehr Investitionen, mehr Arbeitsplätze und mehr Mobilität. Es ist Zeit für eine Elektrifizierungsoffensive in Deutschland.“

Weitere Informationen sowie Daten und Fakten gibt es auf der Internetseite von Allianz pro Schiene.


Meldung vom 21.02.2017

red/ApS

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