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Nach Beschwerden von Wettbewerbern: Bundesnetzagentur untersucht Baustellenmanagement der DB Netz AG

Symbolbild: Gleisbauarbeiten auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn. (Foto: © DB AG)

Symbolbild: Gleisbauarbeiten auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn. (Foto: © DB AG)

Wie die Bundesnetzagentur am Freitag mitteilte, wurde ein Verfahren eingeleitet, um die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen im Schienennetz der DB Netz AG zu überprüfen.


Da Baumaßnahmen regelmäßig zu Änderungen bei der Steuerung der Züge durch Baustrecken und Umwege führen, überprüft die Bundesnetzagentur eigenen Angaben zufolge das Baustellenmanagement des Infrastrukturbetreibers DB Netz AG, der einen diskriminierungsfreien Zugang zum eigenen Schienennetz ermöglichen muss. Vorausgegangen waren Beschwerden von Wettbewerbern der Deutschen Bahn, die sich offenbar benachteiligt sehen.

„Baustellen führen zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr. Wir wollen untersuchen, ob zum Beispiel der von Wettbewerbern der Deutschen Bahn betriebene Pendlerverkehr besonders beeinträchtigt wird“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Besonders betroffen sind hochbelastete Strecken in Bayern und Nordrhein-Westfalen, insbesondere die Großräume München und Köln/Bonn.“

Erste Untersuchungen der Bundesnetzagentur bestätigten Mängel bei der Planung der Verkehre, teilt die Bonner Behörde mit. Teilweise würden die Eisenbahnverkehrsunternehmen auch verspätet informiert. Eine genaue Planung der Fahrzeiten der betroffenen Züge wurde demnach vielfach durch neue, kurzfristig geplante Baumaßnahmen überlagert und entsprach nicht mehr den veröffentlichten Zeiten. Ziel sei es nun, Maßnahmen zur Gewährleistung eines stabilen und weitgehend der Planung entsprechenden Betriebsablaufs auch bei Baumaßnahmen festzulegen, so die Bundesnetzagentur.

Beschwerden von Wettbewerbern

Die Auswirkungen von Baumaßnahmen machen sich bei den Wettbewerbern wie folgt bemerkbar: Durch hohe Verspätungen vor allem bei Fernzügen müsse der Zugbetrieb abweichend vom geplanten Ablauf neu geordnet (disponiert) werden. Dabei hätten ohne Berücksichtigung regionaler Belange meist die schnellen Fernzüge vor den Nahverkehrszügen verkehren können; dadurch seien übermäßig starke und nicht geplante Verspätungen entstanden, die vor allem im Pendlerverkehr zu Kundenbeschwerden führten. Weitere Gründe für erhebliche Verzögerungen und Zugausfälle seien durch ungenügende Umleitungsstrecken und kurzfristig geänderte betriebliche Abläufe entstanden. Ein sprichwörtliches Nadelöhr sei hier zum Beispiel die Mangfalltalbahn, eine zentrale Umleitungsstrecke in Bayern, die in weiten Teilen eingleisig und nur mit älterer Signaltechnik ausgestattet ist. Teilweise wurden Zugabläufe nicht zentral disponiert. Zudem seien viele Kreuzungs- bzw. Überholungsgleise für den Güterzugbetrieb nicht lang genug, kritisieren die Wettbewerber.


Meldung vom 24.02.2017

red/BNetzA

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