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DB Netz AG setzt bei strategischem Digitalisierungsprojekt auf CGI

DB Netz AG, Netzleitzentrale Frankfurt am Main: Netzkoordinator Erik Bemmann an seinem Arbeitsplatz

In der Frankfurter Netzleitzentrale der DB Netz AG wird die aktuelle Betriebslage überwacht, der Verkehr überregional koordiniert und bei Störungen sowie Unregelmäßigkeiten eingegriffen. (Foto: © DB AG / Uwe Miethe)

Im Rahmen des strategischen Digitalisierungsprojekts “Digitale Kapazitätssteigerung“ (DK) setzt die DB Netz AG, das Schieneninfrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, auf den IT-Dienstleister CGI. Ziel des Projekts sei eine höhere Kapazitätsauslastung des Schienennetzes auf Basis von innovativen mathematischen Optimierungsverfahren für die Fahrplanung sowie der schnelle und einfache Netzzugang mittels Online-Trassenbuchung („click&ride“).


Das Projektvolumen liegt nach CGI-Angaben im oberen zweistelligen Millionenbereich; der Großteil davon sind Fördermittel des Bundes. Damit verknüpft der Bund konkrete Erwartungen: Mit dem App-basierten „elektronischen Routenplaner“ soll die Schieneninfrastruktur zu einem reaktionsschnellen Verkehrsbaustein für den Schienengüterverkehr (SGV) werden. Durch die ‚Digitale Kapazitätssteigerung‘ soll mehr Verkehr auf die Schiene kommen, der zudem schneller und pünktlicher sein soll. Die vom Projekt bereitgestellten Daten könnten zudem über eine Schnittstelle passgenau aufbereitet und somit unter anderem für die Bundesverkehrswegeplanung zum optimierten Infrastrukturausbau genutzt werden. Im Ergebnis könnten damit die Investitionsmittel des Bundes bedarfsgerechter und wirtschaftlicher eingesetzt werden, teilt der IT-Dienstleister CGI mit.

Aktuell ist der Prozess der Fahrplankonstruktion kaum digitalisiert: Es kommt ein reiner Make-to-Order-Prozess zur Anwendung – Trassen werden konstruiert, wenn eine Kundenbestellung eingeht. Zukünftig werde für einen Großteil des Schienengüterverkehrs ein innovativer Assemble-to-Order-Prozess zur Anwendung kommen. Hier sollen sogenannte Systemtrassen für Teilabschnitte des Netzes maschinell vorkonstruiert, die dann bei Eingang einer Trassenbestellung von einem der über 400 Eisenbahnverkehrsunternehmen flexibel und sekundenschnell zu einer den Kundenwünschen entsprechenden Start-Ziel-Trasse zusammengesetzt werden können. Das Verfahren adaptiere damit moderne Prozesse der produzierenden Industrie (z. B. Automobilbau, Hightech, Fashion) auf den Eisenbahnsektor. Die Prozessumstellung und -automatisierung werde zu einer deutlichen Beschleunigung der Trassenvermarktung und gleichzeitig durch die Optimierungsverfahren zu attraktiveren Trassenangeboten für die Eisenbahnverkehrsunternehmen führen, ist sich CGI sicher. Die transparente und intelligentere Ausnutzung der Netzkapazitäten steigere die Attraktivität des Schienengüterverkehrs und erhöhe laut der Projektpartner den volkswirtschaftlichen Nutzen der Schieneninfrastruktur.

CGI bringe umfangreiche Erfahrungen in Sachen Softwareentwicklung mit, die bei dem bis Ende 2018 laufenden Digitalisierungsprojekt von sehr großem Nutzen seien werden, verriet Dr. Matthias Feil, Leiter Kapazitätsmanagement und strategischer Fahrplan, DB Netz AG, Frankfurt. Die Software-Module, bei denen unter anderem hocheffiziente Operations-Research-Algorithmen (z. B. lineare Optimierung, Column Generation) für eine optimale Auslastung der Trassenkapazitäten zum Einsatz kommen sollen, werden gemeinsam von CGI und DB Netz implementiert.


Meldung vom 28.02.2017

red/CGI

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