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Neue Schienen und Oberleitungen: DB investiert über 31 Millionen Euro zwischen Rosenheim und Übersee am Chiemsee

Eine Gleisbaumaschine der Deutsche Bahn. (Foto: © DB AG)

Von Mitte April bis Mitte August müssen sich die Fahrgäste zwischen München und Salzburg auf Fahrplaneinschränkungen einstellen. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, werden dort zeitversetzt in zwei Streckenabschnitten Gleise und Oberleitungen erneuert. Weil im Baubereich jeweils nur ein Gleis für den Verkehr zur Verfügung steht, muss der Fahrplan ausgedünnt werden.


In einem ersten Bauabschnitt von Gründonnerstag 13. April ab 23 Uhr bis Montag, 17. Juli um 5 Uhr werden zwischen Rosenheim und Bad Endorf Gleise und Oberleitungen ausgetauscht. Dafür investiert die Bahn rund 22,5 Millionen Euro. Im zweiten Bauabschnitt von Sonntag, 23. Juli ab 18 Uhr, bis Montag, 14. August um 5 Uhr, wiederholen sich die Arbeiten im Abschnitt Prien – Übersee. Hier beträgt die Investitionssumme 8,7 Millionen Euro. Insgesamt fließen damit allein auf der Strecke Rosenheim – Salzburg über 31 Millionen Euro in die Instandhaltung der Schieneninfrastruktur.

Symbolbild: Techniker der Deutschen Bahn bei Oberleitungsarbeiten. (Foto: © DB AG)

Erster Bauabschnitt

Zwischen Rosenheim und Bad Endorf werden auf 13,5 Kilometern die Gleise erneuert. Insgesamt werden rund 27.000 Meter Schiene, 22.500 Stück Schwellen und 47.000 Tonnen Schotter ausgetauscht. Zusätzlich werden in einigen Teilabschnitten 33.000 Tonnen eines Sand-Kies-Gemisches als Planumsschutzschicht (PSS) eingebaut. Beim Austausch der Oberleitung werden je 26 Kilometer Tragseil und Fahrdraht erneuert. Bereits im letzten Jahr waren hier 331 neue Oberleitungsmasten gegründet und aufgestellt worden.

Während auf einem Gleis gebaut wird, fahren die Züge auf dem anderen Gleis abwechselnd in beiden Richtungen an der Baustelle vorbei. Im ersten Bauabschnitt von 14. April bis 17. Juli muss der Fahrplan ausgedünnt werden. Die meisten Railjet-Züge und Regionalzüge des Meridian fahren planmäßig. Dafür entfallen zwei Drittel der Eurocity-Züge der Linie Frankfurt – München – Klagenfurt zwischen München und Salzburg.

An den Bahnhöfen Freilassing, Traunstein und Prien halten vorübergehend nur täglich 6 von üblicherweise 18 Fernverkehrs-Zügen. Bad Endorf hat in dieser Bauphase keine Fernverkehrs-Halte. Pendlern mit Fernverkehrs-Zeitkarten und Abos aus Rosenheim in Richtung München steht in der ersten Bauphase der vorübergehend in Rosenheim um 6.52 Uhr beginnende morgendliche IC 1296 mit Ankunft um 7.31 Uhr am Münchner Hbf zur Verfügung. Zudem verkehren die Eurocity-Züge aus/in Richtung Innsbruck/Kufstein planmäßig. Morgens ist das z.B. der EC 288 ab Rosenheim um 8.20 Uhr mit Ankunft am Münchner Hbf um 9.01 Uhr. Außerdem entfällt der einmal täglich zwischen Hamburg und Berchtesgaden pendelnde Intercity ab München. In München bestehen Anschlussverbindungen in/aus Richtung Freilassing und Berchtesgaden. Diese Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft im Internet oder am Fahrkartenautomaten berücksichtigt.

Zweiter Bauabschnitt

Zwischen Prien und Übersee werden je 10,2 Kilometer Tragseil und Fahrdraht ausgetauscht. Hier wurden im letzten Jahr 123 neue Oberleitungsmasten aufgestellt. Die Gleiserneuerung findet auf 4,3 Kilometern Länge statt. 8.680 Meter Schienen, 7.200 Stück Schwellen und 7.000 Tonnen Schotter werden ausgetauscht und 24.000 Tonnen PSS-Material eingebaut.

Im Zeitraum vom 23. Juli bis 13. August kann die Anzahl der Fernverkehrsverbindungen beibehalten werden. Es verlängern sich lediglich die Reisezeiten um ca. 10 – 20 Minuten beim Passieren der Baustelle. Zum Teil verkehren die Fernverkehrszüge auch zu geänderten, früheren Abfahrtszeiten. Diese Fahrplanänderungen werden voraussichtlich Mitte Mai in der Fahrplanauskunft veröffentlicht.

Sicherheit für die Bauarbeiter – Warnsignale schützen vor Zügen auf dem Nachbargleis

Bei der Gleiserneuerung setzt die DB Netz AG überwiegend Großbaumaschinen ein. Weil auf dem Nachbargleis weiterhin Zugverkehr stattfindet, müssen die Arbeiter durch ein „Automatisches Warnsystem“ vor den herannahenden Zügen gewarnt werden. Dabei kommen neben optischen auch akustische Warnsignale zum Einsatz, die lauter sein müssen als die Baumaschinen. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen. Um die Unannehmlichkeiten zu reduzieren, soll in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr überwiegend auf die akustischen Warnsignale verzichtet werden.

Bereits im vergangenen Jahr gab es Bauarbeiten mit Einschränkungen im Zugverkehr zwischen München und Salzburg. Einerseits wurden in den oben genannten Abschnitten die Oberleitungsmasten aufgestellt, andererseits wurden Weichen und Oberleitungen zwischen Rosenheim und Grafing Bahnhof ausgetauscht.


red/DB

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