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Nürnberg: Spatenstich für S-Bahn-Verlängerung Ansbach-Dombühl

Zwei S-Bahn-Züge vom Typ Talent 2 im Nürnberger Hauptbahnhof. (Foto: © Bahnblogstelle)

Das S-Bahn-Netz im Großraum Nürnberg wächst weiter: In Zukunft können Fahrgäste bequem von Dombühl über Leutershausen und Ansbach nach Nürnberg mit der S-Bahn fahren. Am Donnerstag (23. März 2017) haben Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel, Staatsminister Joachim Herrmann und die Bürgermeisterin von Leutershausen, Sandra Bonnemeier, den ersten Spatenstich für die Verlängerung der Strecke gesetzt.


v.l.n.r.: Landrat Dr. Jürgen Ludwig, DB-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel, Staatsminister Joachim Herrmann, Bürgermeisterin Sandra Bonnemeier (Foto: © DB AG)

Nach Angaben von Bayerns Verkehrsminister Herrmann wird kräftig in den Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg investiert. Mit rund 150 Millionen Euro unterstütze der Freistaat Bayern die S-Bahn-Vorhaben und sorge damit für eine bessere Anbindung.

Verlängerung der S-Bahn-Linie Nürnberg – Ansbach bis Dombühl

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn-Linie Nürnberg – Ansbach bis Dombühl verlängert. Mit einem feierlichen Spatenstich am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach, der für den Personenverkehr reaktiviert wird, haben heute die Bauarbeiten begonnen.

„Bund und Freistaat Bayern investieren rund zehn Millionen Euro in die Bahnstrecke von Ansbach nach Dombühl und schaffen damit die Voraussetzung zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs im westlichen Mittelfranken“, erläutert Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern.

„Wir bestellen ab Dezember rund zusätzliche 170.000 Zug-Kilometer jährlich, um Leutershausen und Dombühl stündlich anzubinden“, betont Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann. „Damit setzen wir den Standard des Bahnlandes Bayern auch auf dieser Strecke um, und zwar an 365 Tagen im Jahr von fünf Uhr in der Früh bis Mitternacht“, zeigte sich Herrmann erfreut über das künftige Betriebskonzept.

Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig ergänzt: „Mit der vom Landkreis bestellten deutlichen Ausweitung des Busverkehrs werden wir nahtlos an das verbesserte Zugangebot anknüpfen. In Leutershausen-Wiedersbach und Dombühl stellen wir direkte Anschlüsse zwischen Bus und Zug her. Damit schaffen wir auch für viele Städte und Gemeinden, die nicht direkt an der Bahnstrecke liegen, stündliche Verbindungen nach Ansbach und Nürnberg.“

Die Leutershausener Bürgermeisterin Sandra Bonnemeier betont: „Der Bahnanschluss stellt einen wesentlichen Meilenstein für die Anbindung unserer Stadt dar. Ich freue mich sehr, dass nach einer langen Planungsphase nun die Bauarbeiten beginnen“.

Der Bahnhof Dombühl erhält einen barrierefreien Bahnsteig für die S-Bahn. In Leutershausen-Wiedersbach entsteht eine neue Station. Ferner erfolgen Anpassungen bei Gleisen, Oberleitungen, Weichen und Signaltechnik.

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn alle zwei Stunden bis Dombühl verlängert. Gemeinsam mit dem Regionalexpress Nürnberg – Stuttgart, der künftig auch in Leutershausen-Wiedersbach halten wird, entsteht ein stündliches Zugangebot.

Zeitgleich mit der S-Bahn-Inbetriebnahme wird das Busangebot erheblich ausgeweitet. In Dombühl werden stündliche Anschlüsse über Feuchtwangen und Schopfloch nach Dinkelsbühl hergestellt. Eine weitere stündliche Buslinie verkehrt künftig von Dombühl über Wörnitz, Schillingsfürst, Diebach und Gebsattel nach Rothenburg ob der Tauber. Insingen wird zweistündlich angebunden.

Am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach sind Busanschlüsse in die Innenstadt von Leutershausen und weitere Stadtteile sowie nach Buch am Wald und Colmberg vorgesehen.

Weitere Verbesserungen in der Metropolregion Nürnberg

Auch die Linie S1 von Nürnberg nach Bamberg, die im Großraum Nürnberg das stärkste Fahrgastaufkommen hat, bekommt Verstärkung. Im Abschnitt Eltersdorf-Erlangen sind bereits seit letztem August vier Gleise in Betrieb. Der viergleisige Streckenausbau von Erlangen nach Baiersdorf und von Baiersdorf nach Forchheim soll in den nächsten zwei Jahren schrittweise in Betrieb genommen werden. Der geplante „Fürther Verschwenk“ soll in Zukunft auf der Strecke von Nürnberg bis Erlangen mit dem Bau eines dritten Gleises die Voraussetzungen für einen 20-Minuten-Takt der S-Bahn schaffen. Eine Ausweitung der S-Bahn beziehungsweise des S-Bahn-ähnlichen Betriebes sieht Herrmann im Nordosten und Westen vor.

„Auch der Ausbau der Strecken von Nürnberg bis Simmelsdorf-Hüttenbach/Hersbruck/Neuhaus an der Pegnitz und Nürnberg/Fürth bis Cadolzburg/Markt Erlbach/Neustadt an der Aisch ist ein Ziel des Freistaats. Das S-Bahn-Netz im Raum Nürnberg kann sich sehen lassen“, fasst Herrmann zusammen.

Mit Inbetriebnahme des S-Bahn-Ergänzungsnetzes 2010 wurde bereits für eine bessere Anbindung von Ansbach, Neumarkt i.d.Opf. und Hartmannshof gesorgt. Die Streckenlänge des S-Bahn-Netzes hat sich somit von knapp 70 km auf fast 225 km verdreifacht. Die jährlichen Fahrgastzuwächse betragen zwei bis drei Prozent. Bis zu 100.000 Menschen nutzen inzwischen täglich das Nürnberger S-Bahn-Angebot. Auf der Strecke Nürnberg-Ansbach betrug der Zuwachs an Fahrgästen seit 2011 etwa 15 Prozent. An Spitzentagen sind hier 16.000 Reisende unterwegs.


red/STMI Bayern/DB

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