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MÁV und Stadler schließen Vertrag über bis zu 40 Doppelstockzüge des Typs KISS

Visualisierung eines Stadler KISS Doppelstockzuges im MÁV-Design. (Foto: © Stadler)

Die ungarische Eisenbahngesellschaft MÁV-START Zrt. und Stadler haben am vergangenen Mittwoch (12. April 2017) einen Rahmenvertrag über den Kauf von 40 elektrischen sechsteiligen Doppelstocktriebzügen des Typs KISS unterschrieben. Wie der Fahrzeughersteller Stadler mitteilt, hat MÁV-START in der ersten Tranche zehn Kompositionen für insgesamt 195 Millionen Euro bestellt. Die neuen Triebzüge werden die ersten Doppelstockzüge in der Geschichte der ungarischen Eisenbahn sein.


Vertragsunterzeichnung zwischen MÁV-START Zrt.und Stadler. (Foto: © Stadler)

Der Rahmenvertrag bietet MÁV die Flexibilität, die 40 Züge schrittweise zu beschaffen, dies auch unter Berücksichtigung der EU-Fördergelder. Die neuen sechsteiligen Fahrzeuge bieten bis zu 600 Fahrgästen Platz. Damit öffnet MÁV ein neues Kapitel in der bunten ungarischen Bahngeschichte: Erstmals werden Doppelstockzüge auf dem ungarischen Schienennetz zum Einsatz kommen. Die neuen KISS EMU sind kompatibel mit den 123 bereits im Einsatz stehenden FLIRT EMU, die Stadler in den letzten zehn Jahren an MÁV geliefert hat. Das ermöglicht MÁV-START eine außergewöhnliche Flexibilität beim Betrieb der Flotte, teilt der Fahrzeughersteller mit.

Die 155,88 Meter langen, 2,8 Meter breiten und 4,6 Meter hohen KISS-Züge können um 50 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen als einstöckige Fahrzeuge derselben Länge. Damit begegnet MÁV-START der Herausforderung, stetig steigende Passagierzahlen auf den verkehrsreichsten Vorortsstrecken um Budapest herum, auffangen zu können. In den Zügen gibt es vier Toiletten, davon ist eine für Personen mit eingeschränkter Mobilität ausgelegt. In den Multifunktionsbereichen finden vier Rollstühle, zwölf Fahrräder oder fünf Kinderwagen Platz. Während des Sommerfahrplans kann die Zahl der Fahrradstellplätze sogar auf 24 erhöht werden. Die neuen Züge entsprechen den jüngsten Verkehrssicherheitsnormen und sind mit dem ungarischen Zugsicherungssystem EVM sowie mit ETCS Level 2 ausgestattet. Die Fahrgäste können laut Herstellerangaben einen hohen Komfort dank den ausgezeichneten Laufeigenschaften, dem geräumigen und hellen Interieur, modernster Klimatisierung und dem modernen Fahrgastinformationssystem genießen. Zudem werden die Züge mit WLAN ausgestattet.

Die ersten zehn Triebzüge werden in den Jahren 2019 bis 2020 auf den hochfrequenten Vorortsstrecken Budapest-Vác-Szob und Budapest-Cegléd-Szolnok in Verkehr gesetzt. Allerdings dürfen die Fahrgäste die neuen Züge am Wochenende auch auf den intensiv genutzten Strecken um Debrecen und Nyíregyháza erwarten und in der Sommersaison ebenfalls an den Seen von Balaton und Velence. Später bestellte Einheiten sind für die Strecken Budapest-Újszász-Szolnok und Budapest-Hatvan-Gyöngyös vorgesehen.


red/Stadler

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