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Pilotprojekt bei der S-Bahn München: Servicemitarbeiter und HOLOPLOT sollen für bessere Reisendenstromlenkung sorgen (mit Video)

© Deutsche Bahn

Im Berufsverkehr auf der Münchner Stammstrecke kommt es auf jede Sekunde an. Um einen verlässlichen Fahrplan zu gewährleisten, setzt die S-Bahn München testweise bis zum 9. Juni 2017 zusätzliche Servicemitarbeiter, sogenannte Reisendenstromlenker, am S-Bahnsteig ein. Ebenfalls zur Anwendung kommt ein neues Audiosystem.


Wie die DB mitteilt, wird das Ein- und Aussteigen etwa durch eine direkte Ansprache der Fahrgäste oder Bahnsteigdurchsagen unterstützt und beschleunigt. Dabei wird erstmals auch das innovative Audiosystem des Start-ups HOLOPLOT angewendet, das Schallwellen gezielt auf beliebige Punkte im Raum fokussieren kann. Zwei mit Headsets ausgestattete Servicemitarbeiter können ihre Durchsagen damit auf bestimmte Personengruppen oder Bahnsteigbereiche ausrichten, während im übrigen Raum davon wenig bis nichts zu hören ist.

Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München:

„Im Berufsverkehr hält alle zwei Minuten eine S-Bahn an den Stationen der Stammstrecke. Da bleibt für den Fahrgastwechsel nur wenig Zeit. Die Reisendenstromlenker sind eine weitere Maßnahme, mit der wir die geplante Haltezeit erreichen und damit Verspätungen vermeiden wollen „

Karl-Heinz Ferstl, Leiter Betrieb der bayerischen Bahnhöfe, ergänzt:

„HOLOPLOT ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Digitalisierung den Kundenservice an Bahnhöfen verbessern kann. Für die Reisenden ist der Mehrwert deutlich spürbar. Durchsagen werden nicht nur besser verständlich, sondern ich höre auch nur die Informationen, die für mich relevant sind.“

Insgesamt sind an Gleis 1 sieben Servicemitarbeiter jeweils von 6 bis 9 und 15.30 bis 18.30 Uhr für Kunden der S-Bahn im Einsatz. Die Mitarbeiter weisen Fahrgäste gezielt von den Zugängen zu weniger frequentierten Bahnsteigbereichen, verteilen sie je nach Zuglänge vor Einfahrt der S-Bahn am Bahnsteig und blockieren – wenn nötig – den Zustieg beim Türenschließen. Auch für Reiseauskünfte stehen sie bereit.

Holoplot mit Innovationspreis ausgezeichnet

Die Gründer von HOLOPLOT wurden erst im März dieses Jahres bei der weltweit größten Digitalkonferenz „South by Southwest“ in den USA als einzige Deutsche mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Das junge Technologieunternehmen war 2016 Teilnehmer des DB Accelerators, der DB Start-up-Förderung, in der DB mindbox in Berlin. Dort erhalten Gründer für drei Monate Mentoring, Workshops, Arbeitsplätze und 25.000 Euro Startgeld. Neue Technologien von Start-ups tragen zunehmend zu mehr Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung bei. Im Programm Zukunft Bahn spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle, um die Attraktivität der Schiene nachhaltig zu erhöhen.


red/DB

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