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Wettbewerbsbericht: 2016 war Rekordjahr für Schienenpersonenverkehr in Deutschland

Symbolbild: Ein ICE 3 auf Schnellfahrstrecke. (Foto: © DB AG)

Mit einem Plus von vier Prozent haben die Eisenbahnen im deutschen Personenverkehr das größte Wachstum im Vergleich der Verkehrsträger erzielt. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, steigerte sich der Marktanteil der Schiene auf 8,3 Prozent.


„In einem insgesamt wachsenden Markt ist es der Schiene gelungen, der Straße Marktanteile abzunehmen. Jetzt müssen wir die Trendwende auch im Güterverkehr schaffen. Meine Aufgabe als  Infrastrukturvorstand sehe ich darin, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, sagte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, bei der Vorstellung der Wettbewerbskennzahlen 2016.

Zum Wachstum der Schiene im Personenverkehr trug ganz wesentlich der DB-Fernverkehr bei, der 2016 mit 139 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord einfuhr. Auch die europäische Schiene hat im Personenverkehr gute Zuwächse erreicht und profitierte von zunehmender Beschäftigung und steigenden Einkommen.

Mit einer Steigerung der Betriebsleistung um 1,3 Prozent auf 1.067 Millionen Trassenkilometer hat die DB einen neuen Trassenrekord auf ihrem Netz erzielt. Fast ein Drittel der Betriebsleistung entfällt auf die Wettbewerber der DB. Die Zahl der Eisenbahnunternehmen im deutschen Netz stieg erneut – von 412 in 2015 auf 421 im vergangenen Jahr.

Frank Miram, Leiter Wirtschaft, Politik und Regulierung: „Ein so wettbewerbsfreundliches Umfeld wünschen wir uns überall in Europa. Die Schiene hat die besten Wachstumschancen, wenn die Märkte offen sind und der Wettbewerb lebhaft ist.“  

Im Güterverkehr arbeiten die Bahnen europaweit daran, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, um mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Nach wie vor sind sie durch Rahmenbedingungen belastet, die sie im Vergleich zur Straße benachteiligen. 2016 ist die Verkehrsleistung der Güterbahnen in Deutschland um 0,4 Prozent gesunken. Der Marktanteil liegt bei 17,6 Prozent.

Der Masterplan Schienengüterverkehr der Bundesregierung sieht eine deutliche Absenkung der Trassenpreise vor. Das ist ein wesentlicher Hebel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Eine große Wirkung verspricht man sich überdies aus der Angleichung und Kontrolle der sozialen Standards für Schiene und Straße in Europa. Das Mobilitätspaket der Europäischen Kommission, das die Vorschriften für die Straße behandelt und weiter entwickeln soll, wird derzeit in Brüssel diskutiert.


red/DB

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