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ICE-Werk in Köln-Nippes ist qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW

© Deutsche Bahn

Im Kölner Stadtteil Nippes entsteht das modernste ICE-Instandhaltungswerk Europas. Auf einer Fläche von 23 Hektar soll das Bauwerk Anfang 2018 in Betrieb gehen. Bei der Planung ging die Deutsche Bahn neue Wege, wie das Unternehmen mitteilt.


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Durch den Einsatz modernster Umwelttechnologien entwickelte die DB hier das erste klimaneutrale Instandhaltungswerk Deutschlands und verzichtet gänzlich auf die Nutzung fossiler Energien. Diesen engagierten Einsatz für den Klimaschutz würdigte Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW und übergab die offizielle Urkunde an Wilfried Brandt, Gesamtprojektleiter Neubau des ICE-Werk Köln-Nippes.

Mit der neuen Instandhaltungshalle in Köln sollen in Zukunft die modernen ICE 4-Züge gewartet werden. Durch den Einsatz modernster Umwelttechnologien schafft die Deutsche Bahn hier ein Novum beim Bau von Werkstatthallen: Von Beginn an stand die klimaneutrale Bilanz der 220-Millionen Euro Investition im Mittelpunkt.

Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW:

„Innovative Technologien sind der Schlüssel für die Erreichung von Klimaschutzzielen in Industrieregionen. Die Deutsche Bahn geht hier mit gutem Beispiel voran und ist ein echter Vorreiter auf dem Gebiet. Aus diesem Grund nehmen wir das Projekt in unsere Leistungsschau auf.“

Grundwasser kühlt und wärmt die Gebäude

© Deutsche Bahn

Um das  Werk CO2-neutral zu betreiben, setzt die Deutsche Bahn auf Wärme aus Geothermie und Strom aus Sonnenenergie. So erfolgt die Klimatisierung des Gebäudes durch die geothermische Nutzung des konstant 12,5 Grad Celsius warmen Grundwassers. Im Sommer kühlt das Wasser die Halle sowie die anschließenden Gebäude. Im Winter heben drei Wärmepumpen die Grundwassertemperatur auf ein angenehmes Temperaturniveau, um die Gebäude zu heizen. Dabei arbeitet die werkseigene Geothermieanlage abgasfrei und geräuschlos. Eine 180 Quadratmeter große Solarthermieanlage unterstützt das Heizsystem und erwärmt das Brauchwasser. Die Nutzung der geothermischen Anlage für alle Komplexe des neuen Werkes und die damit verbundenen höheren Investitionskosten gegenüber einer herkömmlichen Wärmeerzeugung mit Gasbrennwertkesseln amortisieren sich über die signifikant geringeren Nutzungskosten bereits nach vier bis fünf Jahren.

Strom aus Sonnenkraft

Zusätzlich ist eine rund 2.100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 300 Kilowattstunden (KWh) geplant, die den Strombedarf der Wärmepumpen deckt. Reicht der selbsterzeugte Strom nicht, kommt ausschließlich Ökostrom zum Einsatz. Eine intelligente Gebäudesteuerung hilft dabei, Energie einzusparen: Wird einer der acht Arbeitsstände nicht genutzt, wird die LED-Beleuchtung auf ein Minimum reduziert. Scheint die Sonne im Winter ausreichend, können die Wärmepumpen für das Heizsystem durch die erhöhte Leistung der Solarthermieanlage zurückgefahren werden. Dieses Energiesystem ist auf andere industriell genutzte Hallen übertragbar.

© Deutsche Bahn

Wilfried Brandt, Gesamtprojektleiter Neubau des ICE-Werk Köln-Nippes:

„Der Bau des neuen ICE-Werks ist ein wichtiger Schritt für einen modernen und umweltfreundlichen Fernverkehr und unterstreicht die Richtung, die wir in den nächsten Jahren einschlagen werden.“

Bürgerbeteiligung von Beginn an 

Schon vor Baubeginn veranstaltete die Deutsche Bahn Informationsveranstaltungen und Beteiligungsverfahren für die Anwohner. Um Ruhestörungen bestmöglich zu vermeiden, werden so genannte Flüsterschienen verlegt, auf denen Züge leiser fahren. Im Ergebnis wird der Lärmpegel am Standort Nippes gemindert und sogar um 10,5 Dezibel gegenüber der heutigen Situation reduziert. Das entspricht einer gefühlten Halbierung des Lärmpegels. Mit dem neuen Instandhaltungswerk schafft die Deutsche Bahn außerdem 400 Arbeitsplätze. Hinzu kommen 350 Arbeitsplätze bei eingebundenen Reinigungs- und Sicherheitsunternehmen.


red/DB

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