Dieseltriebwagen könnten in einigen Jahren durch Züge mit Wasserstoffantrieb ersetzt werden. (Foto: © Wolfgang Jargstorff / Fotolia)Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik

DB Regio setzt Telematiksysteme zur Energieeinsparung ein – Dieselverbrauch soll um 10 Prozent sinken

Dieseltriebwagen könnten in einigen Jahren durch Züge mit Wasserstoffantrieb ersetzt werden. (Foto: © Wolfgang Jargstorff / Fotolia)

© Wolfgang Jargstorff /Fotolia (Symbolbild)

Die Ausrüstung von gut 1.000 Dieselfahrzeugen von DB Regio mit Telematiksystemen zur Energieeinsparung hat begonnen. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, sollen bis Ende 2018 insgesamt 90 Prozent der Loks und Triebwagen entsprechend ausgestattet sein. Damit könnten dann Millionen Liter Diesel und mehr als 30.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden, so die Bahn.


© Deutsche Bahn

Die Systeme erfassen, wann und wo wieviel Diesel während der Fahrt verbraucht wird. Die entsprechenden Daten werden zu Fahrempfehlungen verarbeitet und auf Displays im Führerstand angezeigt. So kann der Lokführer energiesparender fahren.

Was bei strombetriebenen Fahrzeugen bereits funktioniert, soll damit auch für Dieselzüge Realität werden: zum Beispiel frühzeitig vom Gas gehen, bergab den Schwung nutzen oder über weite Strecken den Zug rollen lassen. Um bis zu zehn Prozent könnte der Verbrauch so gesenkt werden, teilt die DB mit.

Nach dem Einbau in die Dieselfahrzeuge übermitteln Telematiksysteme die Daten auf zentrale Server. Es werden monatliche Berichte für die Lokführer erstellt. In einem zweiten Schritt sollen die Daten mit Fahrempfehlungen gekoppelt und auf Displays angezeigt werden.

Das Telematiksystem erfasst zudem Daten über den Instandhaltungs- und Betriebszustand sowie die Regelung von Vorheizanlagen und Klimatechnik. Das System leistet perspektivisch also auch einen Beitrag zu mehr Effizienz, Pünktlichkeit und Komfort.

Die Deutsche Bahn will Umwelt-Vorreiter werden und hat sich im Oktober 2017 ein neues, ehrgeiziges Klimaschutzziel gesetzt: Bis 2030 will die DB den spezifischen CO₂-Ausstoß um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 reduzieren. Das energiesparende Fahren und der geringere Diesel-Verbrauch haben indes auch eine wirtschaftliche Komponente: Weniger Energiekosten bedeuten eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit.


red/DB

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