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S-Bahn Berlin mit roten Schleifen: Seit 30 Jahren fährt ein Sonderzug zum Welt-AIDS-Tag

Der Zug zum Welt-Aids-Tag hat bei der S-Bahn Berlin eine lange Tradition. © Deutsche Bahn (Archivbild)

Nicht nur in München setzt die Deutsche Bahn ein Zeichen für Solidarität und Toleranz mit HIV-Infizierten. Auch in Berlin verkehrt in diesem Jahr wieder ein spezieller S-Bahn-Sonderzug mit roten Schleifen.


Persönliche Erlebnisse von Mitarbeitern der Berliner S-Bahn sind der Beweggrund für ihr Engagement: Sie haben durch Aids Kollegen verloren, haben sie durch ihre Krankheit und bis zum Tod begleitet. Und oftmals die Ausgrenzung der Betroffenen erlebt.

Mit viel Einfühlungsvermögen klären die S-Bahner seit drei Jahrzehnten über die Immunschwächekrankheit und ihre möglichen Folgen auf. Seit 1987 ist der Rote-Schleifen-Zug jeweils am 1. Dezember im S-Bahn-Netz unterwegs. Mit dem Ziel, darin für Solidarität mit HIV-positiven Menschen zu werben und mit Vorurteilen über Aids aufzuräumen. Die einstige Idee der Kollegen aus der Einsatzstelle Wannsee funktioniert bis heute.

Jubiläums-Tour startet am S-Bahnhof Potsdamer Platz

Am Freitag, 1. Dezember, 11 Uhr, beginnt der Auftakt für die Jubiläums-Tour des Rote-Schleifen-Zuges. In der Mittelpasserelle  des S-Bahnhofs Potsdamer Platz treffen sich Teilnehmer aus Politik, Kultur und Gesellschaft, die das Anliegen unterstützen. Nach dem Start um 11.31 Uhr fährt der Sonderzug zum VBB-Tarif über Gesundbrunnen, Wannsee und Charlottenburg zum Südkreuz. Als Ringbahnzug auf der Linie S42 ziehen die roten Schleifen ab S-Bahnhof Südkreuz jeweils stündlich wiederkehrend von 13.40 Uhr bis 17.40 Uhr entgegen des Uhrzeigersinns ihre Kreise um die Stadt.

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung  der S-Bahn Berlin, ist stolz: „Die Kollegen haben ihren Arbeitsplatz als geeigneten Ort gewählt, die Gesellschaft mit diesem Thema zu berühren. Denn in den rot-gelben Zügen treffen sich Menschen jeden Alters, jedes Geschlechts, unterschiedlichster sozialer Herkunft, Weltanschauung und sexueller Orientierung. Danke für dieses nachhaltige Engagement!“

Ute Hiller, Geschäftsführerin der Berliner Aids-Hilfe e.V., bedankt sich bei den Mitarbeitern und Fahrgästen der S-Bahn Berlin für ihre Treue, die die Berliner Aids-Hilfe seit 30 Jahren zum Welt-Aids-Tag zu unterstützen: „Wir freuen uns, dass sie gemeinsam mit uns gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV oder Aids kämpfen. Die Kooperation mit der S-Bahn hilft uns darüber hinaus bei der Erreichung unseres Ziels einer aufgeklärten Bevölkerung, die sich vermehrt auf HIV testen lässt – so dass bis zum Jahr 2030 in Berlin niemand mehr als Folge einer unerkannten HIV-Infektion an Aids erkrankt. Hier bietet uns die S-Bahn eine gute Plattform, weit in die Berliner Gesellschaft hinein Menschen zu erreichen, mit denen wir sonst nur schwer in Kontakt kommen.“


red/DB

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