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Bergungsarbeiten nach Zugkollision bei Meerbusch-Osterath sind angelaufen

Am 5. Dezember 2017 fuhr ein Personenzug auf einen stehenden Güterzug auf.

Nach der Zugkollision am gestrigen Dienstag (5. Dezember 2017) mit 41 Verletzten haben die Arbeiten zur Bergung der verunfallten Züge auf der Bahnstrecke zwischen Meerbusch-Osterath und Neuss begonnen. Mit einem Kran soll im Laufe des Tages der verunglückte Güterzug geborgen werden. Man werde zunächst die zerstörte Oberleitung beseitigen, sagte ein Bahnsprecher am Mittwochmorgen gegenüber lokalen Medien. Anschließend werde versucht, die entgleisten Waggons aufs Gleis zu stellen und abzutransportieren.

Wie die Deutsche Bahn noch am späten Dienstagabend mitteilte, wurden der Gleisoberbau und die Oberleitung durch den Zusammenstoß der beiden Züge erheblich beschädigt. Informationen zur Unfallursache sowie eine genaue Prognose über die Dauer der Streckensperrung gibt es bislang nicht.

Personenzug hätte Gleisabschnitt nicht befahren dürfen

Warum der Personenzug überhaupt auf den Güterzug auffahren konnte, ist bislang noch immer unklar. Denn laut Fahrdienstvorschrift muss der Fahrweg grundsätzlich frei von anderen Fahrzeugen sein, um eine nachfolgende Zugfahrt zuzulassen. Davon ausgenommen sind vereinzelte Sonderfälle, bei denen dann eine stark reduzierte Geschwindigkeitsvorgabe gilt. Ein Auffahrunfall soll so vermieden werden. Sichergestellt wird dies in der Regel durch Gleisfreimeldeanlagen, Zugsicherungssysteme und Signale entlang der Strecke. Es bleibt nun zu klären, ob etwa die Signale falsch geschaltet waren oder sie vom Lokführer übersehen wurden.

Nach Angaben eines Sprechers der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) wurden die Fahrtenschreiber beider Züge sowie Daten in den Stellwerken zur Unfalluntersuchung sichergestellt. Die Bundesstelle stufte die Kollision als schweren Unfall ein, bei der die Schadenshöhe von zwei Millionen Euro überschritten sein dürfte.


red – aktualisiert am 06.12.2017, 21:20 Uhr

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