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ICE 4-Flotte regulär im Einsatz – „Das Rückgrat des Fernverkehrs“ nimmt seinen Regelbetrieb auf

© Deutsche Bahn

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Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 hat die Deutsche Bahn ihre neuen Züge vom Typ ICE 4 (Baureihe 412) in den Regelbetrieb geschickt. Zunächst werden fünf Züge auf den Strecken Hamburg – München sowie Hamburg – Stuttgart unterwegs sein. Bis zum Sommer 2018 soll die Flotte auf zunächst neun Fahrzeuge anwachsen. Zughersteller Siemens wird bis 2023 insgesamt 119 Züge liefern. Davon werden 100 in zwölfteiliger und 19 in siebenteiliger Ausführung sein.


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Die Deutsche Bahn will mit dem neuen Hightech-Zug ihre ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen: Die 2015 verabschiedete Fernverkehrsstrategie sieht vor, bis 2030 das Fernverkehrsangebot um 25 Prozent auszubauen. 50 Millionen zusätzliche Reisende wolle die DB jährlich dazugewinnen.

Laut Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr AG, setze das neue Flaggschiff des Fernverkehrs Standards für die Fahrgäste der Deutschen Bahn. „Viel Stauraum für Gepäck, ein eleganter Restaurantbereich sowie ein neuartiges Lichtkonzept sorgen für hohen Reisekomfort. Erstmals können im ICE auch Fahrräder mitgenommen werden. Mit dem neu gestalteten Familienbereich und Kleinkindabteil machen wir das Reisen für Familien jetzt noch entspannter“, so Bohle.

Der ICE 4 sei der bisher größte Zugauftrag in der fast 170-jährigen Unternehmensgeschichte von Siemens, erläutert Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility. „Wir liegen bei der Auftragsabwicklung voll im Plan und der Regelbetrieb konnte pünktlich aufgenommen werden.“

Fahrzeugkonzept und Ausstattung

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Die Triebzug-Konzeption des ICE 4 ist laut Bahn und Siemens auf die größtmögliche Flexibilität ausgerichtet. Auf der Basis von fünf Wagentypen sind 24 Zugkonfigurationen möglich, die an den Platzbedarf, die Höchstgeschwindigkeit und das zu fahrende Streckenprofil angepasst werden können. Eine Voraussetzung für nahezu frei konfigurierbare Züge ist die Entwicklung eines Triebwagens (Powercar), der alle Antriebskomponenten in einem Wagen vereint. In diesen angetriebenen Wagen sind die wesentlichen Antriebs- und Stromversorgungskomponenten unterflur angeordnet. Aus den Powercars, dem Servicewagen, Mittelwagen und den zwei Endwagen sowie dem Restaurantwagen lassen sich die Züge zusammenstellen. Ein 12-teiliger ICE 4 wird von sechs Powercars angetrieben, die eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen.

Auf einer Länge von 346 Metern bietet der 12-teilige Zug 830 Sitzplätze. Er verfügt über große Gepäckregale in Sitzplatznähe. Ein Familienabteil bietet mehr Platz im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen.

Hinzukommen zusätzliche Freiflächen für Kinderwagen in den Kleinkind- und Familienbereichen. Vier Stellplätze stehen für Rollstuhlfahrer zur Verfügung. Erstmals wird es in einem ICE möglich sein, Fahrräder mitzunehmen. Acht Fahrradstellplätze im Endwagen sind reservierbar.

Ein innovatives Beleuchtungskonzept mit tageszeitabhängiger LED-Lichtsteuerung schafft in allen Wagen eine Wohlfühlatmosphäre. In den Morgenstunden gibt es gedämmtes Licht. Zum Sonnenaufgang wechselt es zu warmem, aktivierendem Licht, ehe es in die Tagesbeleuchtung schaltet. In den Abendstunden wird der Sonnenuntergang simuliert.

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Eine neuartige Klimaanlage sorgt dafür, dass Temperaturen von minus 25 bis plus 45 Grad Celsius geregelt werden können. Sie verfügt zudem über zwei redundante Kühlsysteme, die dafür sorgen sollen, dass bei Ausfall eines Kühlkreises der andere weiterlaufen kann.

Die neuen, modernen Sitze haben verbesserte Kopfstützen. Die Rückenlehnen gleiten beim Verstellen nicht nach hinten, sondern in die Sitzschale und stören den hinteren Sitznachbarn nicht. Jeder Sitzplatz der 1. Klasse verfügt zudem über eine eigene Steckdose und eine Leseleuchte. Reservierungsanzeigen und Sitznummern sind gut sicht- und tastbar in die Kopfstützen der Sitze integriert. Die neuen Züge verfügen mit der Multiprovider-Technik über die neueste WLAN-Technologie. Das System greift während der Fahrt auf die jeweils schnellsten Datennetze (LTE, 3G) zu und bündelt die Kapazitäten der Netzbetreiber, sodass höhere Datenvolumina verarbeitet werden. Dadurch sollen die Reisenden eine schnellere und stabilere WLAN-Verbindung erhalten.

ICE 4 auf Schnellfahrstrecke Berlin – München

Nach Angaben der DB, könnte der ICE 4 ab Dezember 2018 auf der Neu- und Ausbaustrecke Berlin – München zum Einsatz kommen. Die Züge verfügen dazu über das notwendige europäische Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System).


red/Siemens/DB

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