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Österreich: GLOBAL 2000 begrüßt ÖBB-Ausstieg aus Glyphosat-Nutzung

Leere Bahngleise durch Warnstreiks. (Foto: © anjajuli / Fotolia)

© anjajuli / Fotolia (Symbolbild)

Am Donnerstag (14. Dezember 2017) haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bekannt gegeben, den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung durchzuführen. Damit trage die Zusammenarbeit mit der ÖBB Früchte, teilt die Österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 mit.


Vor allem im unmittelbaren Gleisbereich wurde aus Sicherheitsgründen Glyphosat eingesetzt und seit einigen Jahren wurde gemeinsam mit GLOBAL 2000 an einer Reduktion des Einsatzes sowie verschiedenen Ausstiegszenarien gearbeitet. „Wir werden möglichst schnell und deutlich vor Ablauf der EU-Frist von fünf Jahren aus Glyphosat aussteigen“, erklärte Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.

Die ÖBB kam dem Ausstieg in den vergangenen drei Jahren bereits ein großes Stück näher, da die verwendeten Mengen innerhalb dieser Zeit beinahe halbiert wurden – von 9,5 Tonnen (2014) auf 4,7 Tonnen (2017). Die eingesetzten Mengen von Glyphosat sollen bis zum kompletten Ausstieg innerhalb der nächsten Jahre weiter reduziert werden, heißt es. Bereits seit 2014 arbeite die ÖBB hier eng mit GLOBAL 2000 zusammen, um dem Ziel des Ausstiegs näher zu kommen.

„Die ÖBB gehen hier beispielhaft voran und zeigen, was es bedeutet, wenn Unternehmen noch vor der Politik Verantwortung übernehmen. Es gibt Alternativen zu Glyphosat und mit fachkundigem Rat lassen sich diese auch finden“, so Dagmar Gordon, Leiterin des Pestizid-Reduktions-Programms bei GLOBAL 2000.

Der Biochemiker und Glyphosat-Experte von GLOBAL 2000, Dr. Helmut Burtscher-Schaden, erklärt: „Wir freuen uns sehr über diesen Schritt der ÖBB, da hier deutlich wird, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist. Es gibt Alternativen zur Anwendung von Umweltgiften und wir gratulieren der ÖBB zu diesem Schritt und der klaren und deutlichen Absage zu gesundheitsgefährdenden Substanzen.“


red

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