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ICE-Züge verkehren ab Samstag nur mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit

© DB AG

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Aufgrund der aktuellen Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes reduziert die Deutsche Bahn am Samstag und Sonntag (16. und 17. Dezember 2017) vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Züge auf 200 km/h. Hierdurch sollen weitere witterungsbedingte Schäden an den ICE-Zügen minimiert werden, teilt die DB mit. Am vergangenen Sonntag waren nach der Inspektion aller Züge mittlerweile 19 ICE durch Schnee und Eis stark beschädigt wurden. Einige der teilweise schwer beschädigten ICE-Züge befinden sich noch immer in der Reparatur.

Durch die Geschwindigkeitsreduzierung sollen Zugausfälle infolge von witterungsbedingten Fahrzeugschäden durch Eisabwurf vermieden werden. Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, so die Bahn, dass durch Geschwindigkeitsreduzierun­gen ein deutlich stabilerer Zugverkehr sichergestellt werden kann. Für die Fahrgäste auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr ergeben sich dadurch Fahrzeitverlängerungen von 10 bis 20 Minuten, teilt die Bahn mit. Sollte sich die Witterungslage entspannen, so ist vorgesehen, die Geschwindigkeitsreduzierung umgehend aufzuheben.

Folgende Strecken sind betroffen

  • Hamburg–Berlin
  • Hannover–Berlin
  • Hannover–Würzburg
  • Mannheim–Stuttgart
  • Köln–Frankfurt/Main
  • München-Nürnberg-Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig-Berlin (VDE 8)

Die DB bittet Reisende, sich vor ihrer Fahrt über bahn.de/liveauskunft, den DB Navigator, m.bahn.de oder die zentrale Service-Nummer 0 180 6 99 66 33 (20 ct./Anruf aus dem dt. Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) über die Auswirkungen auf ihre Verbindung zu informieren.

Hintergrundinfo Schotterflug

Schotterflug entsteht, wenn während der Fahrt Eisklumpen vom Zug auf das Gleisbett herabfallen. Dabei werden insbesondere bei hoher Geschwindigkeit Schottersteine aufgewirbelt, die an den Unterböden der Fahrzeuge Schäden verursachen und zu Zugausfällen führen können. Die wirksamste betriebliche Maßnahme gegen Schotterflug ist eine präventiv auf 200 km/h reduzierte Geschwindigkeit. Im Regelfall fahren die ICE-Züge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 bis 300 km/h. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird flächendeckend eingeführt, da die Eisklumpen in der Regel auf wärmeren Streckenabschnitten abfallen, nachdem der Zug vorher auf einer Strecke mit geschlossener Schneedecke entsprechende Anhaftungen aus Schnee und Eis „aufgesammelt“ hat.


red/DB

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