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Bundespolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln Triebwagen-Dieb, der einen Zug der Länderbahn entgleisen ließ

© Ad Meskens (Archivfoto)

© Ad Meskens (Archivfoto)

Einem Medienbericht zufolge konnten Bundespolizei und Staatsanwaltschaft den bislang unbekannten Täter, der am 8. Dezember 2017 auf einem Bahngelände in Görlitz einen Triebwagen entwendete, ermitteln. Der Täter kam bei dem Vorfall nicht sehr weit, da das Triebfahrzeug vom Typ Siemens Desiro Classic (Baureihe 642) der Länderbahn (trilex) noch auf dem Werksgelände an einer Gleissperre gestoppt wurde und daraufhin entgleiste. Der Verursacher konnte nach der Tat zunächst flüchten.


Nach Informationen der Sächsischen Zeitung handelt es sich bei dem ermittelten Täter um einen 16-Jährigen aus Görlitz, der die Tat im Rahmen der Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft und die Bundespolizei bereits gestanden hat. Wie die Zeitung berichtet, ermitteln die Behörden aber nicht wegen Diebstahls gegen den Jugendlichen, sondern wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Dieser Straftatbestand sieht für einen Erwachsenen laut Gesetz in minder schweren Fällen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor. Einem Jugendlichen drohen Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz.

Die Ermittler kamen dem jungen Täter wohl recht schnell auf die Spur. So gehörte er laut Bericht bereits am Abend der Tat zu jenen Personen, die in ersten Umfeldnachforschungen des Ludwigsdorfer Ermittlungsdienstes nahe dem Bahnhof sowie in der Bahnhofshalle kontrolliert wurden. Auch stützte sich die Polizei auf Hinweise, die zuvor von Fahrgästen an die Länderbahn gegeben worden waren. Demnach sei immer wieder ein junger Mann aufgefallen, der durch zur Fahrt bereitgestellte Züge ging und mit einem Schlüssel Führerstände öffnete. Einmal sei er dabei von Bekannten erkannt und angesprochen worden. Anderen Reisenden fiel ein Jugendlicher in ODEG-Weste auf, der trilex-Züge genau betrachtete, als ob er irgend etwas ausspionieren wollte.

Im Nachgang des Vorfalls verstärkte die Länderbahn eigenen Angaben zufolge ihre bestehenden Sicherheitsmaßnahmen auf dem Görlitzer Bahngelände. „Über die üblichen Maßnahmen hinaus haben wir die Abstellanlagen mit zusätzlichem Personal rund um die Uhr bewachen lassen“, berichtet Jörg Puchmüller, Sprecher der Länderbahn, gegenüber der Sächsischen Zeitung. Dem Bericht zufolge befindet sich der betroffene Triebwagen weiterhin in Reparatur, da durch die Entgleisung stärkere Beschädigungen als zunächst angenommen entstanden sind. Der Sachschaden soll im fünfstelligen Euro-Bereich liegen.


red – aktualisiert am 16.12.2017, 17:40 Uhr

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