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Bahnvorstand Pofalla: „Wir müssen unsere Versprechen schlicht und einfach einhalten“

© Deutsche Bahn / Max Lautenschläger

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Neue Westfälische spricht Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB, über steigende Fahrgastzahlen, Werbebotschaften, Digitalisierung und die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn.


Die Deutsche Bahn müsse Versprechen, die sie ihren Kunden gebe, „schlicht und einfach und ohne Wenn und Aber einhalten“, antwortet Pofalla auf die Frage, ob Bahnkunden in Sachen Pünktlichkeit und Schnelligkeit einfach zu anspruchsvoll geworden sind. Die DB arbeite wirklich hart daran, die Situation zu verbessern, so der Infrastrukturvorstand. „Durch die bessere Koordinierung unserer Bauarbeiten im Netz fahren wir weniger Verspätungen ein.“ Die DB investiere von 2015 bis 2019 insgesamt 28 Milliarden Euro in das Schienennetz. Die Strecken müssten weiter modernisiert und Engpässe beseitigt werden – da führe kein Weg dran vorbei.

Zum Thema Verspätungen, und warum in anderen europäischen Ländern auch die schnellsten Züge pünktlicher sind, sagt Pofalla: „In Deutschland haben wir den Mischbetrieb aus Regionalbahnen, Güterzügen und den schnellen ICE. Strecken ausschließlich für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu bauen, ist praktisch unmöglich. Nach dem Bundesverkehrswegeplan soll es 2030 einen Deutschland-Fahrplan geben, der einen gut vertakteten und verdichteten Verkehr im gesamten Bahnsystem ermöglicht.“

Laut Pofalla sage die Werbebotschaft der Deutschen Bahn „Diese Zeit gehört Dir“ alles aus. „Reisezeit in der Bahn ist keine verlorene Zeit. Ich fahre auch sehr viel Bahn und nutze die Zeit vorrangig zum Arbeiten und Lesen.“ Zudem sei die Bahn das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: „Denn ab dem 1. Januar 2018 sind alle Reisenden im Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs“.

Auf die Frage, ob steigende Fahrgastzahlen auch ein Grund für Störungen seien, sagt der Bahnmanager: „An vielen Stellen fahren wir tatsächlich schon am Rande der Kapazitäten. Der Bahnverkehr soll und muss aber weiter wachsen.“ Um das Schienennetz in Deutschland leistungsfähiger und zukunftssicher zu machen, sei die Zukunft des Bahnfahrens untrennbar mit der Digitalisierung verbunden. „Mit neuer digitaler Technik schaffen wir die Basis, die Kapazität deutlich zu steigern – ohne neue Gleise zu bauen. Digitale Lösungen wie die Funksteuerung ermöglichen es, Züge in deutlich kürzeren Abständen zu fahren. Diese Züge fahren zugleich pünktlicher, zuverlässiger und damit effizienter, weil sie intelligent gesteuert werden“, so Pofalla.


red/NW

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