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Deutsche Bahn stellt Fernverkehr wegen Sturmtief „Friederike“ bundesweit ein – Starke Einschränkungen auch im Nahverkehr

© Bahnblogstelle (Symbolbild)

© Bahnblogstelle (Symbolbild)

Die Deutsche Bahn hat am Donnerstagnachmittag (18. Januar 2018) den bundesweiten Fernverkehr eingestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, starten aufgrund der massiven Auswirkungen des Orkans „Friederike“ im nationalen Fernverkehr ab sofort keine Züge mehr. Züge, die bereits unterwegs sind, sollen noch so weit wie möglich fahren. Die Höchstgeschwindigkeit der Fernverkehrszüge wurde zuvor auf vielen Hauptkorridoren vorsorglich auf 140 km/h begrenzt.

Die Einstellung des Fernverkehrs sei notwendig, „um zu verhindern, dass Züge auf offener Strecke stehenbleiben und Fahrgäste nicht betreut werden können. Außerdem ist so gewährleistet, dass Personal und Züge für die Wiederaufnahme des Betriebs am richtigen Ort sind“, teilt die DB mit.

Auch der Nahverkehr der DB ist beeinträchtigt: In NRW, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordhessen sowie Sachsen wurde der Betrieb auch hier vorübergehend eingestellt.

Quelle: DB Netz AG

Die Deutsche Bahn hat eigenen Angaben zufolge das Personal an den betroffenen Bahnhöfen verstärkt. Außerdem wurden für wartende Reisende Aufenthaltszüge („Hotelzüge“) an den folgenden Bahnhöfen bereitgestellt: Berlin Hbf, Berlin-Ostbahnhof, Berlin-Gesundbrunnen, Berlin-Südkreuz, Köln Hbf, Dortmund, Leipzig, Madgeburg, Erfurt, Hamm, Hannover Hbf, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Emden, Bremen und Hamburg. Betroffene Fahrgäste können sich an der DB Information über die Ausgabe von Hotel- und Taxigutscheinen informieren.

Sobald die Wetterlage es zulässt, werde der Verkehr schnellstmöglich wieder aufgenommen. Reisende werden gebeten, ihre Reise wenn möglich zu verschieben und sich vor Antritt der geplanten Reise in den Auskunftsmedien zu informieren. Die DB hat eine kostenlose Servicenummer unter 08000 996633 eingerichtet.

Wo es die Wetterverhältnisse aktuell zulassen, sind Reparaturtrupps und -fahrzeuge im Einsatz, um möglichst schnell Sturmschäden an Oberleitungen zu beseitigen und umgestürzte Bäume aus Gleisen zu entfernen.

Für die vom Sturm betroffenen Strecken behalten alle geltenden Fahrkarten für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden. Dies gilt auch für zuggebundene Fahrkarten. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden. Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Fahrkarten kostenlos zurückgeben.


red/DB – aktualisiert am 18.01.2018, 23:46 Uhr

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