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Nürnberg: S-Bahn-Verkehr Richtung Erlangen soll leistungsfähiger werden

© Deutsche Bahn

Der S-Bahn-Verkehr zwischen Nürnberg und Erlangen soll verbessert werden. Darauf haben sich der Bund, der Freistaat Bayern, die Stadt Fürth und die Deutsche Bahn verständigt. An den Gesprächen in Berlin nahmen der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt, der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und weitere Vertreter der Deutschen Bahn teil.

© Holger Groß / BMIL

Bis zur Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Gleise im Raum Nürnberg zwischen Fürth und Eltersdorf, sollen zusätzliche S-Bahnen entlang der bestehenden ICE-Trasse verkehren. Ziel ist, durch eine Interimslösung die bisher zwei Züge pro Stunde für die S-Bahn-Verbindung zwischen Nürnberg und Erlangen auf drei Züge zu erhöhen und damit einen annähernden 20 Minuten-Takt zu schaffen.

„Die Einführung eines vorläufigen 20 Minuten-Takts durch eine Zwischenlösung ab 2020 und die gleichzeitige Fertigstellung des Bahnhofs Unterfarrnbach sind sehr erfreuliche Ergebnisse“, sagte Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth.

Nach den Worten von Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann benötige man für die Fahrgäste eine zeitnahe Lösung. „Sowohl eine Ergänzung der Planung als auch eine Neuplanung werden mehrere Jahre dauern. Deshalb wollen wir so schnell wie möglich die Behelfslösung realisieren. Durch sie könnte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein Mehrverkehr der S-Bahn von drei Zügen pro Stunde und Richtung ermöglicht werden und somit eine Verbesserung für die Fahrgäste erzielt werden. Auf Dauer ausreichend für die vorgesehenen ICE-, Regionalexpress-, Regional- und S-Bahn, so wie auch Güterzüge ist diese Behelfslösung aber keinesfalls. Der Freistaat Bayern wird den Einbau der erforderlichen Weichen, die insgesamt mehrere Millionen Euro kosten, bei der DB jetzt endgültig in Auftrag geben und aus eigenen Mitteln zahlen“, so Herrmann.

Zum Hintergrund: Als Teil der ICE-Ausbaustrecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld sollen weitere Kapazitäten für den regionalen S-Bahn-Verkehr geschaffen werden. Im Raum Nürnberg (Fürth-Eltersdorf) werden dabei verschiedene Trassenführungen untersucht: Entlang der bestehenden ICE-Strecke (Bündelungstrasse), sowie ein Verschwenk, der von der ICE-Trasse abweicht. Die bisherigen Planungen der Deutschen Bahn für den Verschwenk hatte das Bundesverwaltungsgericht für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt – und eine ergebnisoffene Prüfung beider Varianten verlangt. Die S-Bahn-Planungen stehen in engem Zusammenhang mit den Planungen zu einem Güterzugtunnel Fürth/Nürnberg dessen Bewertung noch nicht abgeschlossen ist, aber voraussichtlich bis Mitte 2018 vorliegen soll.


red/BMVI

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