Infrastruktur und Bauprojekte

DB modernisiert Streckennetz und Bahnhöfe: 2018 sollen 9,3 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur fließen

© Bahnblogstelle (Archivfoto)

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr eigenen Angaben zufolge so viel Geld wie noch nie zuvor. Mit einer Summe von 9,3 Milliarden Euro und damit 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr sorge die DB laut Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla für einen stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz.


Trotz steigendem Bauvolumen sollen die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten werden. Laut DB-Infrastrukturvorstand Pofalla habe es die DB Netz AG geschafft, mit dem eingerichteten ‚Lagezentrum Bau‘ die Auswirkungen auf die Bahnkunden deutlich zu verringern. 2017 konnten die durch Baustellen verursachten Verspätungen gegenüber 2016 um 10 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus zeige die Investitionsoffensive der letzten Jahre offenbar Wirkung. So seien Infrastrukturmängel seit Start des Modernisierungsprogramms in 2015 um fast 50 Prozent zurückgegangen. Auch bei den Brücken gebe es einen Qualitätssprung: Von 2015 bis 2017 wurden bereits fast 380 Eisenbahnbrücken modernisiert. Der Zustand der Bauwerke habe sich damit kontinuierlich verbessert, teilt der Schienennetzbetreiber mit.

Bahn investiert in Instandhaltung, Neu- und Ausbau sowie Bahnhofsmodernisierung

Nach Angaben des Konzerns sollen im laufenden Jahr das Bestandsnetz und die Stationen weiter auf Vordermann gebracht werden. Dabei stünden allein 5,5 Milliarden Euro, der Großteil der Investitionssumme, für die Erneuerung und Instandhaltung von 1.600 Kilometern Gleisen, über 220 Brücken und über 1.700 Weichen zur Verfügung. Zudem seien 2,6 Milliarden Euro für über 40 Neu- und Ausbaumaßnahmen vorgesehen. Und rund 1,2 Milliarden Euro sollen in die Modernisierung von über 700 Bahnhöfen fließen.

Quelle: Deutsche Bahn

2.000 neue Mitarbeiter in baurelevanten Berufen

Bundesweit starten 12 Baumaßnahmen in Großprojekten. Hinzu kommen 19 Inbetriebnahmen. „Für die Vielzahl an Baustellen – in Spitzenzeiten bis zu 800 am Tag – sind die Bündelung in über 100 Korridoren und ein professionelles Baumanagement unverzichtbar“, erklärt Ronald Pofalla. „Damit wir noch besser bauen können, stellen wir dieses Jahr 2.000 Mitarbeiter in baurelevanten Berufen ein.“

Quelle: Deutsche Bahn

Auch in den folgenden Jahren werden enorme Summen in die Schieneninfrastruktur investiert und die Zahl der Baustellen bleibe konstant hoch. Gleichzeitig steige die Nachfrage an Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. „Dies in Einklang zu bringen, ist eine Herkulesaufgabe und Chance für das gesamte System Schiene zugleich“, so Pofalla weiter. Ziel der Bahn sei es deshalb, zukünftig deutlich kapazitätsschonender zu bauen als bislang. Bereits in diesem Jahr werde in ausgewählten Regionen damit begonnen, um im Jahr 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens zu steuern. „Wir wollen bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge fahren, als dies heute möglich ist.“, so der Infrastrukturvorstand.


red/DB

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