Fahrdienstleiter des Zugunglücks von Bad Aibling zieht Haftentlassungsantrag zurück

Einem Medienbericht zufolge hat der für das Zugunglück von Bad Aibling verantwortliche Fahrdienstleiter seinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zurückgezogen. Dies teilte ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Über seinen Verteidiger hatte der Mann zunächst einen Antrag auf vorzeitige Entlassung zum 9. März 2018 gestellt (Bahnblogstelle berichtete).

Der Stellwerksmitarbeiter wurde Anfang Dezember 2016 zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Bei dem Frontalzusammenstoß zweier Regionalzüge am 9. Februar 2016 waren damals 12 Menschen getötet und 89 teilweise schwer verletzt worden. Der Verurteilte war durch verbotenes Handyspielen von seiner Arbeit abgelenkt und hatte durch das Einstellen falscher Signale beide Züge auf Kollisionskurs geschickt.


red