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DB investiert über eine Milliarde Euro in bestehendes Schienennetz und Bahnhöfe in Bayern

© Deutsche Bahn

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Die Deutsche Bahn lud am heutigen Montag (19. Februar 2018) zum Pressegespräch im Münchner Hauptbahnhof ein. Stefan Kühn, Leiter Vertrieb und Fahrplan Regionalbereich Süd (DB Netz AG), Kai Kruschinski, Netzchef Oberbayern und Matthias Neumaier, Leiter Großprojekte Allgäu informierten die anwesenden Journalisten über geplante Erneuerungen auf dem bayerischen Schienennetz sowie die Optimierung des Baumanagements für weniger Verspätungen und bessere Reisendeninformation.


Wie bereits berichtet, investiert die Deutsche Bahn in diesem Jahr bundesweit rund 9,3 Milliarden Euro in die Infrastruktur. Davon fließen allein mehr als eine Milliarde Euro in die Bestandsanlagen in Bayern, erläutert Stefan Kühn, Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG für den Freistaat Bayern. Damit sorge die Bahn für mehr Qualität und Kapazität. Die Investitionen umfassen rund 680 Millionen Euro für die Erneuerung des Bestandsnetzes sowie etwa 340 Millionen Euro (inklusive Mittel von Bund, Land und Kommunen) für die Modernisierung der Bahnhöfe. Daneben stehen wichtige Neu- und Ausbauprojekte für ein Plus an Kapazität auf der Agenda, darunter die zweite S-Bahn-Stammstrecke München. Bundesweit fließen in die Großprojekte im Jahr 2018 rund 2,6 Milliarden Euro.

Um die Auswirkungen dieses weiterhin sehr umfangreichen Baugeschehens für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, sollen die Maßnahmen in Baukorridoren mit überregionalen bzw. bundesweiten Auswirkungen noch stärker gebündelt werden. 2018 wird in ganz Deutschland an über 100 Baukorridoren gearbeitet. „Hier ist unser Anspruch, die Kunden über verschiedene Kanäle frühzeitig darüber zu informieren“, so Kühn.

Insgesamt stehen im Freistaat Bayern im laufenden Jahr die Erneuerung von rund 300 Kilometer Gleisen, 300 Weichen sowie 74 Brücken an. An rund 100 Bahnhöfen wird es im laufenden Jahr Modernisierungen geben, darunter die Hauptbahnhöfe in München, Würzburg, Schweinfurt und Straubing.

„Das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte liegt gut im Plan und wir sehen erste Erfolge“, betont Kühn. Die Infrastrukturmängel im Schienennetz konnten beispielsweise bundesweit seit 2015 um fast die Hälfte reduziert werden. Bis Ende 2019 will die Bahn den Erneuerungsprozess weitgehend abgeschlossen haben.

Mit der Umstellung auf elektronische Stellwerkstechnik und vorausschauende Instandhaltung treibe die DB auch die Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur weiter voran. Bis Ende 2017 wurden bundesweit über 15.700 Weichen an das Weichendiagnosesystem DIANA angeschlossen – davon über 2.100 in Bayern. Bis 2020 sollen es 30.000 in ganz Deutschland sein. Antriebsbedingte Störungen an Weichen können damit perspektivisch um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Alle Aufzüge und Fahrtreppen in den bayerischen Bahnhöfen werden mit dem Diagnosesystem ADAM überwacht. Ausfälle sind so in Echtzeit erkennbar und schnellstmöglich zu beseitigen. 2017 lag die Verfügbarkeit der Aufzüge und Fahrtreppen bundesweit bei 97,1 Prozent.

Im vergangenen Jahr realisierte die Bahn eigenen Angaben zufolge in der bayerischen Schieneninfrastruktur die Erneuerung von knapp 250 Kilometer Gleisen sowie etwa 260 Weichen. Auch der Blick auf die Bahnhöfe zeige eine positive Bilanz: Hier konnten 2017 zum Beispiel die Bahnhöfe Weilheim (Obb), Traunstein und Stockdorf modernisiert werden.

Aber nicht nur bei der Infrastruktur investiere die Deutsche Bahn. Auch das Personal werde kräftig aufgestockt. Allein bei der DB Netz AG arbeiten im Freistaat Bayern über 2.600 Mitarbeiter im Berufsfeld Bau. Dazu gehören etwa Ingenieure, Projektmanager, Planer und Bauüberwacher ebenso wie Elektroniker für Betriebstechnik, Gleisbauer, Mechatroniker und Elektroanlagenmonteure. „Im laufenden Jahr sollen bei der DB Netz in Bayern rund 300 Mitarbeiter in diesen Berufsgruppen eingestellt werden“, teilt das Unternehmen mit.

Quelle: Deutsche Bahn

Sommer-Sperrpause Freising-Feldmoching

Vom 28. Juli bis 10. September wird zwischen Freising und Feldmoching ein ganzes Bündel von Baumaßnahmen umgesetzt. Neben der Erneuerung von mehr als 32 Kilometer Streckenlänge und zahlreichen Weichen, dem barrierefreien Ausbau von zwei Bahnhöfen, geht es auch um den Anschluss der Neufahrner Kurve an das Schienennetz. Damit wird eine umsteigefreie, schnelle Verbindung aus Niederbayern an den Münchner Flughafen möglich. Die Alternative zu einer Vollsperrung würde laut DB rund zwei Jahre dauernde Bauarbeiten bedeuten, mit zahlreichen Verspätungen. Reisende kommen sowohl mit S-Bahn und Bussen weiter ans Ziel. Der Münchner Flughafen ist tagsüber im 10-Minuten-Takt an die Innenstadt angeschlossen.

Instandsetzung Raum Rosenheim

Von Februar bis November 2018 investiert die Bahn rund 23 Millionen Euro in die rund 360 Kilometer langen Strecken zwischen München – Salzburg und Rosenheim – Kiefersfelden. So müssen zwischen Ostermünchen und Rosenheim sowie zwischen Oberaudorf und Kiefersfelden die zum Großteil aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stammenden  Oberleitungen komplett ersetzt werden. Auch zwischen Teisendorf und Freilassing haben Schienen und Schwellen ihre Haltbarkeitsgrenzen erreicht und werden ausgetauscht. Außerdem sind Arbeiten an drei Brücken zwischen Rosenheim und Kiefersfelden und vier Brücken zwischen Rosenheim und Freilassing notwendig. Bezüglich der Bauplanung wurde alles getan, um die Einschränkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten. Dennoch wird es durch eingleisigen Betrieb und vereinzelte Totalsperrungen zu Abweichungen und Einschränkungen im Fahrplan und kurzzeitigem Schienenersatzverkehr kommen.

Elektrifizierung Allgäu 

Am 23. März starten die Arbeiten zur Elektrifizierung der 155 Kilometer langen Strecke zwischen München, Memmingen und Lindau. Sie wird 2018 die kilometermäßig und auch zeitlich längste Baustelle Bayerns sein. Bis Ende der Sommerferien muss die eingleisige Strecke in dem langen Bereich zwischen Buchloe und Leutkirch (ein kurzes Stück zwischen Mindelheim und Memmingen bis 15.10.) durchgehend gesperrt werden, damit im Dezember 2020 schnellere, leisere und umweltfreundlichere Züge im Allgäu und bis nach Zürich fahren können.

Bauen auf der S-Bahn Stammstrecke München

Nirgendwo in Europa gibt es mehr Verkehr auf zwei Gleisen: Mit rund 1000 Zügen am Tag verzeichnet die S-Bahn-Stammstrecke München das höchste Verkehrsaufkommen. Um die Infrastruktur zuverlässiger zu machen, wurden an zwei Wochenenden im Jahr sogenannte „Instandhaltungskorridore“ mit Totalsperrung eingeführt. Diese sind im Mai und im Oktober. Für den Bau des städtischen Arnulfstegs, der zweiten Stammstrecke sowie neuen Weichen müssen 2018 an weiteren drei Herbstwochenenden Teilsperrungen der Stammstrecke eingerichtet werden. Die S-Bahn München bietet jeweils einen leistungsfähigen Schienenersatzverkehr mit Bussen an. Außerdem kann von Pasing nach München Hbf der Regionalverkehr genutzt werden.


red/DB

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