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„So nicht!“: metronom schickt Fußballfans wieder nach Hause

© metronom / Jan Sieg

© metronom / Jan Sieg (Symbolbild)

Die metronom Eisenbahngesellschaft hatte es angekündigt und setzte es auch um: „Wer sich nicht benehmen kann, sieht das Spiel nicht“. Diese eindeutige Linie musste das Eisenbahnunternehmen am gestrigen Freitag erstmals seit mehr als drei Jahren durchsetzen und ließ randalierende Fußballfans am Bahnsteig stehen.


Etwa 200 Fußballfans wollten am gestrigen Freitagnachmittag (2. März 2018) mit dem metronom von Hamburg nach Bremen fahren. Dabei randalierten sie bereits beim Einstieg in den Zug so stark, dass das Unternehmen seine Ankündigung wahr machen musste. Der Zug um 16:15 Uhr nach Bremen wurde geräumt und blieb in Hamburg stehen. „Im Zug gab es starke Randale und bereits großen Sachschaden. Andere Fahrgäste und unsere Mitarbeiter wurden mit massiver Gewalt bedroht. Die Situation war chaotisch und drohte, vollends außer Kontrolle zu geraten.“ erklärt Wilmut König, Leiter Fahrgastservice, die Situation. Zeitweise musste der gesamte Bahnsteig in Hamburg gesperrt werden. Auch den nächsten Zug um 17:15 verpassten die sogenannten Fans und mussten stattdessen die Heimreise nach Rostock antreten.

Durch den Ausfall der beiden Züge kam der gesamte Eisenbahnverkehr von und nach Hamburg für etwa zwei Stunden durcheinander, auch andere Züge hatten Verspätung. Etwa 800 unbeteiligte Fahrgäste waren ebenfalls von den Maßnahmen betroffen und konnten erst verspätet abfahren. „Wir bitten alle friedlichen Fahrgäste um Entschuldigung und Verständnis für diese drastische, aber notwendige Maßnahme. Ihre und unsere Sicherheit steht immer an erster Stelle. Ein solches Verhalten von ein paar Chaoten können und dürfen wir nicht hinnehmen“, wendet König sich direkt an die anderen Fahrgäste.

Die konsequente Strategie der Gewaltfreiheit gehöre zu den Grundwerten der metronom Eisenbahngesellschaft. So werden auch körperliche Übergriffe unabhängig von „Fußballzügen“, d.h. auch im täglichen Verkehr, nicht akzeptiert und konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht, teilt metronom mit.


red

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