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Erstes digitales Stellwerk nimmt Betrieb auf – Neueste Stellwerksgeneration bei Erzgebirgsbahn im Einsatz

Fahrdienstleiter Heiko Schaarschmidt am Bedienpult des DSTW in Annaberg-Buchholz Sued. © Deutsche Bahn

Fahrdienstleiter Heiko Schaarschmidt am Bedienpult des DSTW in Annaberg-Buchholz Süd. © Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn hat das erste digitale Stellwerk (DSTW) in Annaberg-Buchholz, auf der Erzgebirgsbahn im Südosten Deutschlands, in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben werde damit eine Revolution für die Leit- und Sicherungstechnik der Eisenbahn eingeläutet.


Einfahrt eines Zuges der Erzgebirgsbahn in den Bahnhof Annaberg-Buchholz Süd. © Deutsche Bahn

Annaberg-Buchholz stehe symbolisch für eines der größten Technologie-Projekte in der Geschichte der Deutschen Bahn, betont Klaus Müller, CTO der DB Netz AG. „Intelligente Kommunikationsnetze und die damit einhergehende Standardisierung und Modularisierung der Technik sind richtungsweisend für die kommenden Jahre. Sie erlauben uns, den Verkehr auf der Schiene wirtschaftlicher, ressourcenschonender sowie für unsere Kunden leistungsfähiger zu gestalten.“ Die neue Stellwerkstechnik sei ein Meilenstein zur Digitalisierung der Infrastruktur und Grundlage für mehr Kapazität und Pünktlichkeit im Eisenbahnverkehr, ist sich Müller sicher.

Die verwendete Lösung sei ein wichtiger Schritt zum Stellwerk in der Cloud, betont Michael Peter, CEO der Siemens Division Mobility. „Erstmals erteilt das Stellwerk seine Steuerungsbefehle IP-basiert an die angeschlossenen Feldelemente wie Weichen und Signale. Dies führt zu einer völlig neuen Flexibilität der Planung, ermöglicht intelligente Feldelemente und wird längerfristig positive Kosteneffekte generieren.“ Zudem erfülle das digitale Stellwerk alle Sicherheitsanforderungen im Betrieb, so Peter weiter.

Detailansichten der DSTW-Technik im Gebäude. © Deutsche Bahn

Das DSTW in Annaberg-Buchholz markiere nach Ansicht der Deutschen Bahn den Startpunkt für die bundesweite Umsetzung einer neuen innovativen Stellwerksgeneration. Die Technik sei sowohl für den Betrieb von Hauptstrecken mit dichtem Betriebsprogramm und großen Knotenbahnhöfen als auch für einfachere Anwendungen im ländlichen Bereich einsetzbar, teilt die DB mit.

Charakteristisch für die neue Stellwerksarchitektur sei, dass die Stellbefehle des Fahrdienstleiters an Weichen, Signale oder Gleiskontakte digital über Netzwerktechnik übermittelt werden. Die bisher erforderlichen individuellen Verbindungen zu einzelnen Stellelementen über teils kilometerlange Kabelbündel sollen dabei entfallen. Durch die beim DSTW bestehende Netzwerkverbindung per Datenleitung können Signale und Weichen darüber hinaus in deutlich größeren Entfernungen gesteuert werden.


red

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