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DB-Erlebnistag in München – Deutsche Bahn ermöglicht spannenden Einblick in unterschiedliche Berufsfelder

© Bahnblogstelle

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Eines ist klar: Die Eisenbahn fasziniert Jugendliche noch immer – egal ob in eher technischen oder kaufmännischen Bereichen. „So einen Einblick bekommt man normal nie“, hörte man am vergangenen Freitag und Samstag in München des Öfteren. Denn die Deutsche Bahn bot interessierten Jugendlichen mit den Erlebnistagen einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen.


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Die Deutsche Bahn veranstaltete am 16. und 17. März 2018 zwei Erlebnistage mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen. Schulklassen und angemeldete Einzelteilnehmer hatten hier die Möglichkeit, sich selbst einen ganz eigenen und persönlichen Eindruck von den verschiedenen Ausbildungsberufen im DB-Konzern zu machen. Vom Gleisbauer, Elektrotechniker oder Industriemechaniker über den Fahrdienstleiter oder Lokführer bis hin zum Kaufmann für Verkehrsservice. Das Spektrum an beruflichen Perspektiven bei der Bahn ist vielfältig.

Bahnblogstelle nutzte die Gelegenheit und begleitete zwei der insgesamt vier angebotenen Touren: So umfasste die „All-In-One-Tour“ ein Programm für eher unentschlossene Teilnehmer. Die Besuchergruppe erhielt hier einen Überblick über die verschiedenen Service-Einrichtungen und Tätigkeiten von DB Station&Service. Zwei Auszubildende führten die Besucher durch die Haupthalle des Münchner Hauptbahnhofs, vorbei an der DB Information über die Gepäckaufbewahrung bis hin zum Fundbüro. Aber nicht nur die sichtbaren Service-Stellen gehören dazu, auch die 3-S-Zentrale sowie die Realisierung von Lautsprecherdurchsagen für Reisende sind Bestandteil des Aufgabengebietes.

Kurz darauf führte die Tour weiter ins Betriebswerk der Münchner S-Bahn. Mit einer Leerfahrt gelangte die Personengruppe, begleitet von einer DB-Mitarbeiterin, auf das sonst für Unbefugte nicht zugängliche Bahngelände. Ausbildungskoordinatorin Elisabeth Weinfurter belehrte die Jugendlichen vor dem Aussteigen aus der abgestellten S-Bahn über die Gefahren und das richtige Verhalten im Gleisbereich. Vom Abstellgleis bis zur Werkshalle waren es nur einige Meter. Das Tragen einer Warnweste war dennoch in jedem Fall Pflicht, denn „die Sicherheit steht an oberster Stelle“, sagte Weinfurter. Dort angekommen, wurden die Besucher bereits von Ernst Mayr, dem derzeit stellvertretenden Ausbildungskoordinator der Werkstatt, erwartet. „Im S-Bahn-Werk Steinhausen werden neben Fahrzeugen der aktuellen S-Bahn-Baureihe ET 423 auch die Vorgängerfahrzeuge ET 420 sowie die Regio-Züge ET 440 gewartet, repariert und instand gehalten“, verriet Mayr. Anschließend führte er die Gruppe durch die rund 218 Meter lange Werkshalle, vorbei an den insgesamt acht Arbeitsgleisen. Direkt im Werk integriert ist auch eine Lehrwerkstatt für die angehenden Elektroniker und Industriemechaniker. Die dort arbeitenden Azubis zeigten den interessierten Besuchern ihre Projektarbeiten.

Ebenfalls auf dem Werksgelände befindet sich das Ausbildungszentrum für die Triebfahrzeugführer der S-Bahn München. Die Jugendlichen durften auch hier einen Blick hineinwerfen, denn die Deutsche Bahn sucht nicht nur Service-Mitarbeiter und Techniker – sondern auch Lokführer. „Das autonome Fahren ist aktuell überhaupt kein Thema bei uns. Wir benötigen noch in den kommenden Jahrzehnten Lokführer“, sagte Ausbilder und Fachkoordinator Robert Kirschberger. Einige Jugendliche nutzten die einmalige Chance, einen Zug im Trainings-Simulator zu steuern. Um es den Neulingen jedoch nicht allzu schwer zu machen, wurde die Sicherheitsfahrschaltung – kurz Sifa, die die Handlungsfähigkeit des Lokführers während der Fahrt alle 30 Sekunden überwacht – ausgeschaltet. Außerdem standen zwei Auszubildende helfend zur Seite und übernahmen die Bedienung des Zugsicherungssystems PZB um unliebsame Zwangsbremsungen zu vermeiden.

Video: Einige Besucher des Erlebnistages nutzten die einmalige Chance einen Zug im Simulator zu steuern.

Der zweite Tag stand unter dem Moto „Anpacken und Mitmachen“. Bahnblogstelle begleitete hier die Technik-Tour, die mit einer Führung durch das ICE-Werk München begann. Karl-Heinz Lange führte die 15-köpfige Personengruppe durch das Betriebswerk mit Einblick in die rund 400 Meter lange und 50 Meter breite Werkshalle in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Hier war sogar die Besichtigung eines ICE-Führerstandes möglich. „Wer mag einmal Lokführer spielen?“, fragte Lange in die Runde und bot den Jugendlichen ein kurzes Probesitzen auf dem Lokführersitz eines ICE 3 an. Direkt am Zug wurden den Jugendlichen einige technische Grundlagen und Zusammenhänge erklärt. Lange schnitt die Fachbereiche Brems- und Antriebssysteme sowie die Stromversorgung elektrischer Triebfahrzeuge an und beantwortete die ein oder andere Frage der interessierten Besucher.

Gegen Mittag ging es weiter in die Ausbildungswerkstatt der DB in München-Aubing. Hier hatten die Erlebnistag-Besucher die Gelegenheit, sich die Werkstatträumlichkeiten der Elektrotechniker und Industriemechaniker näher anzuschauen. Weiter führte der Weg zu den Gleisbauern und zum Abschluss war bei den Mechatronikern Mitmachen angesagt. Die Teilnehmer konnten hier schrauben und löten und so ihr handwerkliches Talent unter Beweis stellen.

Wer Interesse an einer Ausbildung bei der Deutschen Bahn hat, erhält weitere Informationen auf der Internetseite karriere.deutschebahn.com. Mitarbeiter der DB betonten zudem, dass unter Umständen sogar Praktika in der Ferienzeit oder in Kooperation mit Partnerschulen möglich sind.


red

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