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MRCE und Siemens gründen Gemeinschaftsunternehmen zur Wartung und Instandhaltung von Lokomotiven

© Siemens

Siemens und das Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven Mitsui Rail Capital Europe (MRCE) haben die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Wartung und Instandhaltung von Lokomotiven vereinbart. Die Vereinbarung legt fest, dass Siemens und MRCE mit jeweils 50 Prozent am Joint Venture beteiligt sein werden und damit die gemeinsame Kontrolle über das neue Unternehmen ausüben. Die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt der Freigaben der Kartellbehörden. Das Verfahren soll in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2018 abgeschlossen werden.

Das Unternehmen wird als niederländische Gesellschaft seinen Sitz in Rotterdam (Niederlande) haben und als „Locomotive Workshop Rotterdam“ (LWR) firmieren. Beide Partner investieren gemeinsam in ein neu zu errichtendes Instandhaltungswerk für Lokomotiven. Der Spatenstich ist noch für das laufende Jahr geplant. Die Eröffnung des neuen Werks ist für Sommer 2019 vorgesehen.

„Siemens und MRCE verbindet eine langjährige Lieferantenbeziehung. Mit der Gründung des Joint Ventures heben wir die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene. Wir werden gemeinsam nicht nur die MRCE-Flotte, sondern auch die Flotten von Drittanbietern mit unseren innovativen Instandhaltungstechnologien zuverlässig im Betrieb halten und maximale Verfügbarkeit garantieren. Durch den neuen Standort im Rotterdamer Hafen bauen wir unser bestehendes internationales Werkstättennetz aus und können damit den Kunden noch besser dort unterstützen, wo er uns braucht“, sagte Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.

„MRCE verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Bereich Full-Service-Management für Lokomotiven in ganz Europa. Und als Full-Service-Leasing-Unternehmen sind wir uns der Bedeutung von innovativen Instandhaltungsstrategien zur Maximierung der zur Verfügung stehenden Traktionsleistung bewusst. Wir bringen diese Erfahrung in das Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens ein und bauen ein wichtiges Service-Hub für europäische Bahnbetreiber in Rotterdam, einem der wichtigsten Standorte entlang der Hauptkorridore des RailNetEurope-Netzwerks, dem europäischen Verband von Schieneninfrastrukturunternehmen und -behörden“, sagte Junichi Kondo, CEO von Mitsui Rail Capital Europe.

Die Lage des neuen Instandhaltungswerkes im Rotterdamer Hafen ermöglicht es Bahnbetreibern, notwendige Service-Aufenthalte ihrer Lokomotiven langfristig in die Routen einzuplanen. Der Hafen bietet einen optimalen Standort, an dem Lokomotiven aus ganz Europa ankommen. Lange Überführungsfahrten, die Zeit und Geld kosten, entfallen. Als größter Seehafen in Europa stellt er im europäischen Schienennetz einen wichtigen Knotenpunkt dar. Pro Woche bestehen mehr als 250 intermodale Schienenverbindungen. Einsatz und Service-Aufenthalte der Lokomotiven können so miteinander kombiniert und aufeinander abgestimmt werden. Im Servicewerk können Inspektionen, präventive und korrektive Wartungsarbeiten erfolgen, die auch einfache Reparatur- und Modernisierungsarbeiten beinhalten.


red/Siemens

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