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Sonderfahrt für den Alstom Coradia iLint – Mit dem ersten Brennstoffzellenzug von Wiesbaden nach Frankfurt-Höchst

© Bahnblogstelle

Eine nicht alltägliche Zugfahrt erwartete Journalisten und geladene Gäste am Freitag (13. April 2018) in Wiesbaden. Am Gleis 8 des dortigen Hauptbahnhofs stand der erste brennstoffzellenbetriebene Regionalzug des französischen Zugherstellers Alstom bereit. Die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) und die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. hatten in Zusammenarbeit mit der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG zur weltweit ersten offiziellen Sonderfahrt geladen. Die rund 30 Kilometer lange Strecke von Wiesbaden nach Frankfurt-Höchst absolvierte der blaue Zug in 22 Minuten. 

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Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Schienenfahrzeuge stellen perspektivisch eine emissionsfreie und geräuscharme Alternative zu den heute gängigen dieselbetriebenen Zügen dar. Vor allem auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken könnten sie die Zukunft des Schienenverkehrs sein. Alstom hat in den vergangenen sechs Jahren mit dem Coradia iLint den weltweit ersten Brennstoffzellen-Niederflurtriebwagen entwickelt, der mit einer einzigen Wasserstoff-Tankfüllung rund 1.000 Kilometer erreichen kann. Die Höchstgeschwindigkeit des Zuges liegt bei 140 km/h. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Entwicklung des Fahrzeugs mit knapp 8 Millionen Euro im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzelle“ gefördert. Entwickelt wurde der Coradia iLint auch unter Beteiligung hessischer Unternehmen.

Rund 150 Pressevertreter und Gäste nahmen an der Sonderfahrt von Wiesbaden nach Frankfurt-Höchst teil. Statt mit einem Dieselmotor treiben Brennstoffzellen auf dem Dach und Batterien im Fahrzeugunterboden den blauen Nahverkehrstriebwagen an. Der Zug ist dabei besonders leise und beschleunigt ähnlich gut wie ein gewöhnlicher Elektrotriebwagen. Von außen betrachtet unterscheidet sich der Coradia iLint kaum von einem normalen Dieselfahrzeug des Typs Coradia Lint 54.

Der Coradia iLint wird für die Sonderfahrt am Gleis 8 in Wiesbaden Hbf bereitgestellt.

Die Sonderfahrt von Wiesbaden nach Frankfurt-Höchst startete um 11:28 Uhr.

Sonderfahrt erfolgreich absolviert: Alstoms Coradia iLint verlässt den Bf Frankfurt-Höchst wieder in Richtung Wiesbaden.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) plant bis zu 26 Züge zu bestellen, die europaweite Ausschreibung mit einem Auftragswert von rund 150 Millionen Euro wurde am Freitag gestartet. Ob Alstom den Zuschlag für die nicht-elektrifizierten Taunusstrecken ab 2022 erhält, ist laut Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des RMV, noch offen. Für Niedersachsen sind hingegen bereits 14 Fahrzeuge bestellt. Laut Alstom-Geschäftsführer Jörg Nikutta solle der Coradia iLint voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte seine Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erhalten. Ab Sommer sei ein Probebetrieb mit Fahrgästen rund um Bremervörde geplant.

Staatsminister Tarek Al-Wazir, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, spricht über den Coradia iLint


red

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