Bahnbetrieb und Eisenbahnunternehmen

DB Regio NRW senkt Stromverbrauch um rund 25 Millionen Kilowattstunden

© Bahnblogstelle

Die roten Züge in NRW haben im vergangenen Jahr ihren Stromverbrauch um rund 25 Millionen Kilowattstunden gesenkt. Dies entspricht der Menge Strom, die eine Kleinstadt mit etwa 5.000 Vier-Personen-Haushalten durchschnittlich pro Jahr benötigt, teilt die Deutsche Bahn mit. Mit der positiven Bilanz setze die DB-Nahverkehrstochter ihr Energiesparkonzept fort, das seit Herbst 2016 umgesetzt wird.


Anna Elsinghorst, Leiterin des Projekts Energieeffizienz bei DB Regio NRW © Deutsche Bahn

Das beeindruckende Ergebnis verdanke man vor allem den Lokführern und Kundenbetreuern, die beim Fahren und Abstellen der Züge umsichtig handeln und die Energiesparvorgaben konsequent umsetzen, sagt Anna Elsinghorst, Leiterin des Projekts Energieeffizienz bei DB Regio NRW. „Mit diesem Erfolg rückt unser langfristiges Ziel näher, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um sieben Prozent zu reduzieren.“

Ein besonders effektiver Hebel zur Senkung des Energieverbrauchs sei eine energiesparende Fahrweise. Wie effizient ein Triebfahrzeugführer fahren kann, hängt laut DB vor allem von der Beschaffenheit der jeweiligen Strecke ab. In Nordrhein-Westfalen sind diese sehr unterschiedlich: So gibt es energieintensive Linien mit starken Steigungen oder besonders vielen Halten, die ein ständiges Anfahren und Abbremsen notwendig machen. Für jeden Streckenabschnitt gibt es spezifische Fahrempfehlungen.

Allein durch den Einsatz der Lokführer konnte man rund 22,5 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen, resümiert Elsinghorst. „Das spart nicht nur Kosten, es ist auch gut für die Umwelt. Denn wir haben damit den CO₂-Ausstoß um 12.400 Tonnen reduziert. Um diese Menge Kohlendioxid aus der Luft zu filtern, wäre ein Wald von fast einer Million Buchen nötig gewesen.“

Die Ankunftszeit werde durch die Energiespar-Offensive nicht beeinträchtigt. „Unsere Priorität ist natürlich weiterhin, pünktlich anzukommen und im Verspätungsfall Minuten aufzuholen“, betont Elsinghorst. „Aber auch geringe Verzögerungen lassen sich mit einigen Maßnahmen oft energieeffizient wieder einholen. Der Lokführer kann dann etwa im unteren Geschwindigkeitsbereich zügig beschleunigen, weil sich hier besonders viel Zeit aufholen lässt. Fährt er hingegen kurze Geschwindigkeitsspitzen aus, macht dies nur wenige Sekunden gut – verbraucht aber viel Energie.“

© Deutsche Bahn

Einen beachtlichen Effekt in der Energiebilanz erzielten laut Bahn auch die Kundenbetreuer: Sie konnten bereits 2,7 Millionen Kilowattstunden einsparen, indem sie die Klimatisierung der Doppelstockwagen reduzieren, bevor die Züge in die Abstellanlage fahren. Für die Umwelt heißt das: rund 550 Tonnen CO₂ jährlich weniger in der Luft.

Für die Zukunft seien bereits weitere Energiesparmaßnahmen in Vorbereitung. „Auch im Bereich unserer Dieselfahrzeuge wollen wir das energiesparende Fahren vorantreiben“, so Elsinghorst. „Dazu werden wir nach und nach Telematik-Systeme in die meisten Fahrzeuge einbauen, die den aktuellen Kraftstoffverbrauch erfassen und in einem weiteren Schritt Echtzeit-Fahrempfehlungen geben sollen.“


red

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